Medien: Zwei Festnahmen nach Explosionen in Thailand
Bangkok (APA) - Nach der Serie von Bombenexplosionen am Donnerstag und Freitag hat die thailändische Polizei laut Medienberichten zwei Männe...
Bangkok (APA) - Nach der Serie von Bombenexplosionen am Donnerstag und Freitag hat die thailändische Polizei laut Medienberichten zwei Männer festgenommen. Das berichtete die „Bangkok Post“ am Freitag. Bei den Anschlägen im Süden Thailands waren vier Personen getötet und 35 verletzt worden. Auch eine Österreicherin wurde leicht verletzt.
Nähere Details zu den beiden Festgenommenen waren vorerst nicht bekannt. Die Sicherheitsbehörden betonten weiterhin, bei den Anschlägen habe es sich um „lokale Sabotage“ gehandelt und nicht um Terrorismus.
Der stellvertretende Sprecher der thailändischen Polizei, Piyaphan Pingmuang, erklärte, in Thailand gebe es keine Konflikte zwischen Rassen, Religionsgemeinschaften oder Volksgruppen. Das Land habe auch keine Drohungen seitens der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhalten.
Die Anschläge, die sich unter anderem in den Touristenorten Hua Hin und Patong ereigneten, stünden auch in keinem Zusammenhang mit den Unruhen in den mehrheitlich von Muslimen bewohnten drei südlichen Provinzen, versicherte Piyaphan.
Die Explosionen seien vielmehr auf interne Konflikte zurückzuführen und hätten zum Ziel gehabt, Chaos zu erzeugen, so der Sprecher. Auch der Chef der Militärjunta und Premier Prayut Chan-o-cha hatte sich zuvor in ähnlicher Weise geäußert.
Die Anschläge ereigneten sich wenige Tage, nachdem eine von der Junta vorgeschlagene umstrittene Verfassungsreform in einem Referendum gebilligt worden war. Die neue Verfassung räumt dem Militär großen Einfluss ein.
Ob die Attentate in Zusammenhang mit dem Verfassungsreferendum stünden, sei nicht klar, fügte Piyaphan hinzu. Es seien jedenfalls „einige Verdächtige“ zur Einvernahme festgenommen worden. Thailändische Sender berichteten, es seien zwei Männer von der Polizei in Gewahrsam genommen werden.