Doping: Meldonium-Erfinder hofft auf Streichung von Verbotsliste

Riga (APA/dpa) - Der lettische Meldonium-Erfinder Ivars Kalvins hofft, dass das Herzmedikament noch in diesem Jahr von der WADA-Verbotsliste...

Riga (APA/dpa) - Der lettische Meldonium-Erfinder Ivars Kalvins hofft, dass das Herzmedikament noch in diesem Jahr von der WADA-Verbotsliste gestrichen wird. In der Angelegenheit sei im September ein Treffen von ihm mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Kanada geplant, sagte der Biochemiker am Freitag im lettischen Fernsehen.

Die WADA habe demnach bereits zweimal Zugeständnisse machen müssen. Das dritte Zugeständnis werde die Streichung des unter dem Markennamen Mildronat vertriebenen Präparats von der Dopingliste sein, sagte der 69-jährige Kalvins.

Die WADA hatte Meldonium Anfang 2016 auf ihre Liste verbotener Substanzen gesetzt. Weltweit sind bisher mehr als hundert Athleten positiv auf das Herzmedikament getestet worden. Kalvins hatte Mildronat zu Sowjetzeiten in den 1970er-Jahren entwickelt und hält es nicht für Doping. Meldonium wird zur Behandlung von mangelnder Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Körper eingesetzt. Sportler versuchen damit eine allgemeine Leistungssteigerung zu erreichen.