Vier gewinnt – Feller plant Großangriff bei der Ski-WM
Nach 41 Stunden Reise landete Tirols Ski-Ass Manuel Feller gestern zum Trainingsauftakt in Neuseeland. Der 23-Jährige hat viel vor für die Saison.
Von Roman Stelzl
Wanaka – Mit dem weiten Blick über den Wanaka-See hinweg wurde Manuel Feller gestern für eine lange Reise belohnt – und das war auch bitter nötig. Denn 41 Stunden Anreise von München über Dubai und Sydney nach Neuseeland hatten nicht nur an den Nerven gezehrt, sondern auch am Körper. Seit dem Bandscheibenvorfall 2014 sind lange Flüge für den 23-jährigen Tiroler Skirennläufer immer noch ein Graus. Und keine Anreise ist für die Ski-Asse so lange wie die nach Neuseeland. „Noch geht es gut“, schmunzelte Feller kurz nach 21 Uhr Ortszeit. „Aber ich bin ziemlich müde.“
Neuen Elan wird spätestens der heutige Tag wecken, wenn für den Junioren-Weltmeister von 2013 der erste Trainingstag auf Skiern anbricht. „Die Vorfreude ist natürlich groß. Ich bin jetzt zum dritten Mal hier und kann es kaum erwarten, dass es losgeht“, meinte Feller. Das erste Trainingslager im Schweizer Zermatt hatte er noch ausgelassen – und genau das führt uns zurück zu den Schmerzen beim Flug. Nach zehn Urlaubstagen im Mai auf Jamaika und einigem Trockentraining machte der Rücken wieder Probleme. „Deshalb habe ich Zermatt lieber ausgelassen. Und nach dem Training in Neuseeland werde ich gleich mal nach Abtenau fahren“, sagte Feller, der dort mit Fitnesscoach Gernot Schweizer vor allem an der Rumpfmuskulatur arbeitet.
Doch darüber hinaus hat sich Tirols große Ski-Hoffnung längst neue Ziele gesteckt, die in Neuseeland erste Wurzeln bekommen und bei der WM in St. Moritz (SUI) 2017 Früchte tragen sollen. „Ich möchte in der Super-Kombination starten. Mein Ziel ist es, dort bei der WM dabei zu sein“, erklärte der Fieberbrunner. Damit würden wohl gleich vier Starts auf dem Programm stehen: Teambewerb, Super-Kombi, Slalom und natürlich Riesentorlauf, wo Feller beim Weltcup-Auftakt in Sölden (23.10.) in der ersten Startgruppe fährt.
Bis dorthin ist es noch einige Zeit. Der Winter hat aber bereits begonnen. Zumindest für Feller. In Wanaka. Am anderen Ende der Welt.
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