Mazedonien gedenkt des bürgerkriegsähnlichen Konflikts vor 15 Jahren

Skopje (APA/dpa) - Mazedonien hat am Samstag des Vertrags von Ohrid gedacht, mit dem vor 15 Jahren die bürgerkriegsähnliche Gewalt in dem kl...

Skopje (APA/dpa) - Mazedonien hat am Samstag des Vertrags von Ohrid gedacht, mit dem vor 15 Jahren die bürgerkriegsähnliche Gewalt in dem kleinen Balkanland beendet wurde. Mit dem Abkommen zwischen der slawisch-orthodoxen Bevölkerungsmehrheit und der muslimisch-albanischen Minderheit stellte die „Albanische Befreiungsbewegung in Mazedonien“ ihren bewaffneten Kampf ein.

Sie wollte die Abspaltung der albanischen besiedelten Gebiete und deren Anschluss an das benachbarte Kosovo erzwingen. Der Vertrag sah vor, dass die Albaner, die schätzungsweise bis zu 30 Prozent der Bevölkerung stellen, mehr Rechte erhalten und stärker als bis dahin in der Staatsverwaltung vertreten sein müssen. Medien und Parteien sind unterschiedlicher Ansicht, ob dieses Ziel heute erreicht ist. Auf eigentlich geplante größere Feiern wurde angesichts der Flutkatastrophe mit 22 Toten vor einer Woche verzichtet.