Olympia: Im Österreich-Haus wird gefeiert, aber keine Medaillen

Rio de Janeiro (APA) - Das Österreich-Haus in Rio de Janeiro wird jeden Tag zur Party-Zone. In den ersten acht Tagen wurden auf der abends s...

Rio de Janeiro (APA) - Das Österreich-Haus in Rio de Janeiro wird jeden Tag zur Party-Zone. In den ersten acht Tagen wurden auf der abends stets brechend vollen Terrasse insgesamt 33.000 Besucher gezählt, im edlen Festsaal 3.500 geladene Gäste. Die ausgelassene Stimmung im Public-Bereich steht für das ÖOC aber nicht im Widerspruch zur bisher bescheidene Ausbeute der rot-weiß-roten Sportler.

„Man muss diese Dinge trennen. Auf der einen Seite der Sport, der den Anspruch hat, im Österreich-Haus zu sein, und im Falle von Medaillen, feiern zu können, und als Rückzugsort für die Athleten, um abzuschalten. Die andere Geschichte ist, dass wir Österreich auf der weltgrößten Bühne präsentieren wollen. Wir wollen zeigen, wie Österreich ist: gastfreundlich, freundlich, mit gutem Essen und Getränken, wir wollen Urlauber gewinnen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, betonte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) komme beiden Aufgaben nach, bekräftigte Mennel. Man müsse den potenziellen Österreich-Urlaubern die Vorzüge das Landes zeigen, deshalb könne es nicht sein, dass es lange Gesichter gebe, weil die Erfolge noch nicht passen.

Dass das Sportliche noch etwas nachhinke, sei schade. „Aber zusammengezählt wird am Schluss und nicht in der Mitte.“ ÖOC-Präsident Karl Stoss pflichtete dem für das Ö-Haus zuständigen Mennel bei. „Die Trennung ist uns schon ein großes Anliegen, der Sport steht im Vordergrund.“