18-Jähriger in Innsbruck mit Messer genötigt und vergewaltigt
Mysteriöser Vergewaltigungsfall in Innsbruck. Ein brasilianischer Transvestit wurde zum Opfer. Zwei Afghanen sitzen in U-Haft.
Von Reinhard Fellner
Innsbruck – Auch äußerst erfahrene Kriminalpolizisten des Innsbrucker Stadtpolizeikommandos konnten bis gestern einen ungewöhnlichen sexuellen Übergriff auf einen 18-jährigen Brasilianer am Sonntagmorgen noch nicht abschließend bewerten.
Fest steht für die Polizei bisher, dass es sich bei dem Brasilianer wohl um einen Transvestiten handeln dürfte. Erst am Samstag sei das mutmaßliche Opfer laut Polizei per Zug nach Innsbruck gereist, „um sich einmal Tirol anzusehen“. Der Brasilianer – er hat in Innsbruck eine Meldeadresse und ist bislang behördlich noch nie aufgefallen – sei dann wohl mit Freunden abends zu einer Lokaltour aufgebrochen, bei der auch einiges an Alkohol im Spiel war. Gegen 4 Uhr morgens sei der Brasilianer dann in Frauenkleidern, aber alleine am Hauptbahnhof gestanden und auf den Falschen getroffen. Laut Polizeiangaben sei der 18-Jährige nämlich einem 20-jährigen Afghanen ins Auge gestochen, der ihn mit einem Messer bedroht und in eine Innenstadtwohnung genötigt haben soll. Dort sei es laut durch ärztliche Untersuchungen bereits bestätigte Opfer-Angaben zu einer Vergewaltigung gekommen.
Ein weiterer in der Wohnung aufhältiger 20-jähriger Afghane habe laut Polizei dort ebenso eine Vergewaltigung versucht. Später im Bereich der Viaduktbögen war es zu einem so heftigen Handgemenge gekommen, dass Zeugen die Polizei alarmiert hatten. Der Brasilianer erstattete vor den Beamten sofort Anzeige. Nach Ersteinvernahmen wurde über die Afghanen wegen Verdachtes der Vergewaltigung und der versuchten Vergewaltigung Untersuchungshaft verhängt. Auch das Handy des 18-Jährigen ist verschwunden. Die Einvernahmen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.