Provinzregierung: Al-Kaida aus zwei Städten im Jemen vertrieben
Aden (APA/Reuters) - Die Extremistenmiliz Al-Kaida hat nach Angaben einer Provinzregierung im Jemen die Kontrolle über zwei ihrer Hochburgen...
Aden (APA/Reuters) - Die Extremistenmiliz Al-Kaida hat nach Angaben einer Provinzregierung im Jemen die Kontrolle über zwei ihrer Hochburgen im Osten des Landes verloren. Regierungstruppen hätten Zinjibar und Jaar am Sonntag vollständig eingenommen, sagte der Gouverneur der Provinz Abyan, Al-Khader Mohammed al-Saidi, der Nachrichtenagentur Reuters per Telefon.
Dabei seien rund 40 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet worden, die übrigen seien geflohen. Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP), die als ein besonders radikaler Flügel der Extremistenorganisation gilt, war zuvor bereits wiederholt aus beiden Städten vertrieben worden, aber wieder zurückgekehrt.
Die Regierungstruppen seien durch Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt worden, sagte der Gouverneur weiter. Die Allianz vor allem aus Golfstaaten steht auf der Seite der international anerkannten Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi, die vor den Houthi-Rebellen ins benachbarte Saudi-Arabien geflüchtet ist. Die Aufständischen sind ihrerseits mit dem Iran verbündet, so dass es im Jemen Beobachtern zufolge nicht zuletzt um die Rivalität zwischen den beiden Regionalmächten geht. Al-Kaida hatte die Wirren des fast eineinhalbjährigen Bürgerkriegs genutzt, um ein Küstengebiet im Osten des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen.
Saudi-Arabien hat mit seinen Verbündeten seit vergangenem Jahr Tausende Luftangriffe auf mutmaßliche Ziele der Houthis geflogen. Im jemenitischen Bürgerkrieg kamen mehr 6.500 Menschen ums Leben, etwa die Hälfte davon Zivilisten. Mehr als 2,5 Millionen Menschen mussten fliehen. Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt.