Olympia: Zajac/Frank und Vadlau/Ogar segeln auf Medaillenkurs

Rio de Janeiro (APA) - Österreichs Segler haben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nach einem sehr guten Tag die Hoffnungen auf e...

Rio de Janeiro (APA) - Österreichs Segler haben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nach einem sehr guten Tag die Hoffnungen auf eine Medaille wieder aufleben lassen. Das Nacra 17-Duo Thomas Zajac/Tanja Frank liegt vor dem Medal Race (Dienstag, 19.05 Uhr MESZ) ebenso auf dem dritten Zwischenrang wie Lara Vadlau/Jolanta Ogar in der 470er-Klasse.

Die Weltmeisterinnen Vadlau/Ogar starteten mit einem Wettfahrtssieg in den Sonntag und kamen in der zweiten Wettfahrt des Tages als Fünfte ins Ziel. Damit hält das Duo nach sieben Wettfahrten bei 32 Punkten, in Führung liegen die Britinnen Hannah Mills/Saskia Clark (20) vor den US-Amerikanerinnen Anne Haeger/Briana Provancha (24).

Zajac/Frank schafften die Ränge zehn, vier und fünf und schoben sich mit 72 Zählern in die Medaillenränge hinter Santiago Lange/Cecilia Carranza Saroli (ARG/65) und Vittorio Bissaro/Silvia Sicouri (ITA/70). Vor dem Medal Race, in dem die Punkte doppelt zählen, hat das österreichische Duo zwei Punkte Vorsprung auf Australien und sieben auf Neuseeland.

Auch im 470er-Bewerb der Herren liegen die Österreicher Matthias Schmid/Florian Reichstädter nach sieben Wettfahrten auf einer aussichtsreichen Position. Die Österreicher belegen Platz fünf, der Rückstand auf einen Medaillenrang beträgt zehn Punkte.

Österreichs Tischtennis-Herrenteam ist im Viertelfinale gegen Deutschland mit 1:3 ausgeschieden. Die Truppe von Bundestrainer Qian Qianli belegt damit wie Österreichs Damen den geteilten fünften Endrang. Österreichs Punkt holte das Doppel Robert Gardos/Daniel Habesohn, womit die Hoffnung am Leben erhalten wurde. In den Einzeln davor hatte Gardos gegen Timo Boll im ersten Satz Satzball gehabt, in der zweiten Partie fand Stefan Fegerl im Durchgang zwei gegen Dimitri Ovtcharov gar vier Satzbälle vor. Dennoch gingen beide Partien 0:3 verloren. Letztlich verabsäumte es Fegerl mit einem unerwarteten 0:3 gegen Steger, die ÖTTV-Auswahl in ein Entscheidungsmatch zu bringen.

Bernd Wiesberger schloss das Golfturnier mit sechs unter Par auf dem geteilten elften Rang ab. Gold ging an Justin Rose, zwei Schläge vor dem Schweden Henrik Stenson. Am Schlusstag machte der schlecht in das Turnier gestartete Burgenländer auf dem Kurs in Barra mit einer 68er-Runde (3 unter Par) weitere drei Positionen gut, die Medaillenränge waren aber außer Reichweite. Auf Bronze fehlten dem Oberwarter sieben Schläge. „Es ist vor allem ärgerlich, dass ich jeden Tag konstant immer einen Hänger und einen groben Schnitzer gehabt habe. Aber ich habe, glaube ich, 60 Loch gutes Golf gespielt, aber einfach auf zehn, zwölf Loch eine große Chance auf eine Medaille verspielt“, sagte Wiesberger.

Enttäuschend verliefen die Sommerspiele in Rio für Österreichs Badminton-Duo David Obernosterer und Elisabeth Baldauf. Nachdem Baldauf in ihren zwei Spielen keinen Satz gewonnen hatte, hatte auch Obernosterer nach der dritten Partie die gleiche Bilanz zu ziehen. Der 27-Jährige unterlag dem Russen Wladimir Malkow 0:2 (-11,-10). „Die Besten sind am Start, aber dennoch: Spieler auf dem Level kann ich schlagen. Aber meine Leistung war einfach nicht gut genug“, bilanzierte Obernosterer.

Andrea Mayr kämpfte sich taggenau ein Jahr nach dem Unfalltod ihres Vaters im Olympia-Marathon von Rio in 2:41:52 Stunden auf Rang 64. „Wenn ich das Gefühl hatte, jetzt wird es ganz schwer, habe ich mir gedacht, jetzt hilft er mir. Und das hat er“, dachte Mayr an ihren Papa. Insgesamt 157 Teilnehmerinnen gingen am bisher heißesten Tag dieser Sommerspiele an den Start. „Wahnsinn, es war so hart, so heiß. Die Zeit kann man nicht so werten, natürlich ist die Zeit schlecht“, meinte Mayr.

Die Sportschützen Alexander Schmirl und Gernot Rumpler verpassten im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch das Finale. Schmirl (1.170 Ringe, 17. Platz) fehlten mit Saisonbestleistung vier Punkte und einige Zentrumstreffer zum Finaleinzug. „Das Ziel war zweimal Finale, deshalb ist das schon enttäuschend. Es war guter Standard, aber leider zu wenig“, sagte der 26-Jährige, der bei Olympia insgesamt zwei Top-20-Ergebnisse vorweisen kann. Der 22-jährige Rumpler (1.161 Ringe, 36. Platz) erwischte nach Rang 32 beim Luftgewehr erneut einen schlechten Tag.

Den Synchronschwimmerinnen Anna Maria und Eirini Marina Alexandri gelang ein gutes Olympia-Debüt. Die 18-jährigen Drillingsschwestern beendeten den Vorkampf der freien Kür im Maria-Lenk-Aquatic-Center von Rio mit 85,2667 Punkten auf Platz zwölf. Am Montag geht es für die EM-Fünften dieses Jahres im Vorkampf der technischen Kür um den Finaleinzug der Top zwölf.