Gegen „westlichen Lebensstil“: China verschärft Zensur

Präsident Xi Jinping führt in der Volksrepublik einen Feldzug gegen alle Medienbeiträge, die nicht die Ansicht der allmächtigen Kommunistischen Partei widerspiegeln.

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Chinas Staatschef Xi Jinping.
© APA/AFP/MICHAL CIZEK

Peking - China plant eine zusätzliche Verschärfung der Medienzensur. Künftig werde bei Beiträgen hart durchgegriffen, die den „westlichen Lebensstil“ propagierten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die zuständige Regulierungsbehörde am späten Montagabend.

Beispielsweise dürften keine „Stars, Milliardäre oder Internet-Berühmtheiten auf einen Sockel gestellt werden“. Zudem werde derzeit ein Gesetz geprüft, das von allen Beschäftigten der Filmindustrie höchste „moralische Integrität“ verlangt.

Präsident Xi Jinping führt in der Volksrepublik einen Feldzug gegen alle Medienbeiträge, die nicht die Ansicht der allmächtigen Kommunistischen Partei widerspiegeln. Vor allem im Internet fährt die Regierung einen rigiden Kurs und sperrt den Zugang zu vielen ausländischer Seiten wie Facebook und Twitter.

Die Aufsichtsbehörden rechtfertigen ihre Kontrollen unter anderem mit wachsenden Sicherheitsrisiken. Trotz der staatlichen Beschränkungen sind ausländische Fernsehshows in China als illegale Downloads oder auch legal über heimische Internetseiten weit verbreitet.

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Heuer jährt sich zum 50. Mal der Beginn der Kulturrevolution in China unter Mao Zedong (Mao Tse-tung). Die zehnjährige Massenkampagne sollte die Macht der Kommunisten konsolidieren und die „reaktionäre bourgeoise Haltung“ von Personen in Partei, Regierung, Armee und Bildungswesen aufdecken. Wissenschafter gehen davon aus, dass in dieser Zeit 1,5 Millionen Menschen ums Leben kamen und Millionen wegen ihrer politischen Meinung verfolgt wurden. Die Kulturrevolution wird heute in China tabuisiert. (APA/Reuters)


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