Ausgangssperre in Charlotte wieder aufgehoben

In Charlotte war am Dienstag vergangener Woche ein 43-jähriger Afroamerikaner von der Polizei erschossen worden. Seit dem kam es jeden Tag zu Protesten – die mehrmals in Gewalt ausuferten.

Auch am Sonntag sperrte die Polizei in Charlotte Straßen ab. Es gab erneut Demonstrationen.
© Reuters/Mike Blake

Charlotte (North Carolina) – Die wegen der gewaltsamen Proteste gegen Polizeigewalt verhängte Ausgangssperre in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina ist wieder aufgehoben. Dies gaben die Behörden am Sonntagabend bekannt. Sie riefen die Bevölkerung zugleich auf, ihre „Einheit auf friedliche und gesetzeskonforme Weise zu zeigen“. In Charlotte war am Dienstag vergangener Woche der Schwarze Keith Lamont Scott von Polizisten getötet worden.

Der 43-jährige Familienvater war in einen Polizeieinsatz gegen einen anderen Verdächtigen auf einem Parkplatz vor einer Wohnsiedlung geraten. Die Polizei gibt an, Scott habe eine Handfeuerwaffe bei sich gehabt und diese trotz wiederholter Aufforderung nicht fallengelassen. Seine Familie und seine Nachbarn sagen dagegen, er habe seinen kleinen Sohn abholen wollen und ein Buch in der Hand gehalten.

Der Vorfall führte in der Stadt zu teils heftigen gewaltsamen Protesten gegen Polizeigewalt. Am Donnerstag verhängten die Behörden dann eine nächtliche Ausgangssperre. Diese sei nun „mit sofortiger Wirkung“ aufgehoben, hieß es am Sonntagabend. Zuvor hatte es erneut Proteste gegen die Polizei gegeben, diese blieben aber friedlich. (APA/AFP)

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