Hälfte der 50-Millionen-Dividende von Signa geht an Benko selbst

Kräftiger Geldregen für die prominenten Privataktionäre der Signa Prime Selection. Die Hälfte der Dividende ging an Benko selbst.

Der Tiroler Immobilientycoon, Rene Benko.
© thomas boehm

Von Max Strozzi

Innsbruck –René Benkos Signa Prime Selection AG mit Sitz in Innsbruck, in der zahlreiche Immobilien-Perlen gebündelt sind, hat vom Vorjahres-Bilanzgewinn von 72 Mio. seinen prominenten Eigentümern 50,6 Millionen Euro an Dividende ausgeschüttet. Das geht aus Firmenbuchdaten hervor. Zahltag war Mitte Juli. 2014 wurden noch 40 Millionen Euro ausgeschüttet, 2013 waren es 29 Millionen.

Etwas mehr als die Hälfte des 50-Millionen-Geldregens wanderte dabei auf Konten von Benko selbst. Ihm gehören über mehrere Signa-Gesellschaften sowie über seine Laura Privatstiftung etwas mehr als 52 % der Signa Prime Selection. Der zweitgrößte Anteil (21 %) floss der Schweizer Falcon Private Bank AG zu, die wiederum dem Staatsfonds IPIC von Abu Dhabi gehört. Auch Fressnapf-Chef Torsten Toeller schnitt mit 10 % oder 5 Millionen Euro mit. An den Tiroler Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner gingen entsprechend seinem Anteil von 5 %, den er über seine Familien-Privatstiftung hält, 2,5 Millionen Euro. Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking erhielt für seinen 2,7 %-Anteil rund eine Million Euro, eine ähnliche Summe wanderte an den in Liechtenstein wohnhaften Tiroler Ex-Skirennläufer und Marketing-Unternehmer (WWP) Harti Weirather, der mit 2,4 % an Bord ist. Novomatic-Gründer Johann Graf, dem 2 % der Signa Prime Selection AG gehören, schnitt ebenso mit wie Unternehmensberater Roland Berger (1,99 %) und Autorennlegende Niki Lauda (0,83 %).


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