Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend fester

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend fester tendiert. Die beschlossene Ölfördergrenze der Organisation Er...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag überwiegend fester tendiert. Die beschlossene Ölfördergrenze der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wurde positiv an den Aktienmärkten aufgenommen.

Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 228,31 Zähler oder 1,39 Prozent auf 16.693,71 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann um 119,82 Zähler (plus 0,51 Prozent) auf 23.739,47 Einheiten und verbuchte damit bereits den 3. Gewinntag in Folge. Der Shanghai Composite legte 10,62 Punkte oder 0,36 Prozent auf 2.998,48 Punkte zu.

Auch der Markt in Australien zeigte sich im Plus. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 58,0 Zähler oder 1,05 Prozent auf 5.558,20 Einheiten. Abwärts ging es mit den Spannungen mit Pakistan lediglich in Indien. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.835,73 Zählern mit minus 457,08 Punkten oder 1,62 Prozent.

Vor allem an der Tokioter Börse hatten Anleger Grund zur Freude. Der Tokioter Nikkei-225-Index wurde von einem merklich schwächeren Yen beflügel. Der Yen als typische Fluchtwährung in unsicheren Zeiten verlor wegen der positiven Börsenstimmung an Attraktivität.

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Gesucht waren in der gesamten Region Ölwerte oder solche mit Bezug zu Erdöl. Das OPEC-Kartell hatte am späten Mittwochabend erstmals seit acht Jahren wieder eine Drosselung des täglichen Produktionsvolumens beschlossen. Eine Begrenzung der geförderten Menge soll das Angebot verknappen und die Preise erhöhen. Die Ölpreise zogen sofort um über sechs Prozent an.

Die Aktien der Japan Petroleum Exploration schnellten um knapp 9 Prozent nach oben. Papiere des größten japanischen Öl- und Gasförderers, Inpex, sprangen um fast 6 Prozent hoch. Allerdings hatten sie wegen des rasanten Ölpreisverfalls in diesem Jahr bereits knapp 30 Prozent an Wert eingebüßt.

In Hongkong wurden anfänglich deutliche Gewinne von schwächeren Immobilienwerten im Verlauf reduziert. Die Aktien von Hsin Chong Group Holdings brachen um 57 Prozent ein, nachdem ein Hacker-Kollektiv namens Anonymous Analytics die Papiere als „strong sell“ eingestuft hatte.

Dagegen verteuerten sich die Titel des Ölfeldausrüsters China Oilfield Services um 11 Prozent, jene von PetroChina, dem größten Ölkonzerns Asiens, um 3,4 Prozent.

Die negative Ausnahme an Asiens Börsen bildete am Donnerstag Indien. Grund dafür waren Befürchtungen über zunehmende politische und militärische Spannungen mit dem ungeliebten Nachbarn Pakistan. Zuvor hatte Indien erstmals seit 1971 wieder eine Militäraktion gegen Stellungen von - wie die Regierung sagt - „Terroristen“ auf pakistanischem Boden offiziell eingeräumt.


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