Zweiter Vorstoß für Polleranlage in Imst

Die FPÖ fordert eine Polleranlage in der Kramergasse, was das Stadtmarketing unterstützt. Das Sperrgitter sei kein „Hingucker“.

Von Matthias Reichle

Imst –Vom Mittelaltermarkt im Mai bis zur Kunststraße im Dezember – übers Jahr gesehen wird die Imster Kramergasse immer öfter zur Fußgängerzone. Im Gemeinderat flammte deshalb das Thema „Polleranlage“ wieder auf. Bereits vor zwei Jahren wurde eine derartige Vorrichtung, die im Boden versenkt werden kann, vom Verkehrsausschuss gutgeheißen – im Gemeinderat jedoch wegen fehlender Dringlichkeit vertagt.

Nun gab es einen neuen Antrag von der FPÖ. „Es wäre auch fürs Ortsbild schöner“, betonte GR Markus Bernardi. Eine derartige Anlage würde eine spätere Neugestaltung und Pflasterung der Kramergasse nicht behindern. Die Kosten belaufen sich laut ersten Anfragen für zwei Poller auf rund 30.000 Euro, antwortete er auf eine Frage von Vizebürgermeister Gebhard Mantl.

Eine Befürworterin einer Polleranlage ist Stadtmarketingchefin Tatjana Stimmler, wie sie auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung erklärt. Der Aufwand, jedes Mal wieder das Sperrgitter auf- und abzubauen, sei „unsinnig“, betont sie. „Zudem ist es auch optisch kein Hingucker.“ Auch wenn die Absperrungen neben der Straße lagern. „Ich sehe Poller auch in anderen Gemeinden wie Seefeld – dort funktioniert das super.“ Zudem sei es ein Plus für mehr Sicherheit. „Der ein oder andere schlängelt sich durch die Absperrung unerlaubt in die Fußgängerzone hinein.“ Für Stimmler wären drei Poller notwendig: einer beim Leinplatzl und zwei unterhalb der Malchbachgasse. „Es soll aber nicht der Gedanke aufkommen, dass wir permanent eine Fußgängerzone machen wollen.“ Für das Rote Kreuz und Anrainer gebe es Lösungen, sodass sie durch die Poller nicht komplett ausgesperrt werden. BM Stefan Weirather sah keine Dringlichkeit und forderte Bernardi auf, sein Anliegen an den Verkehrsausschuss weiterzugeben.

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