Europas Leitbörsen zur Eröffnung wenig verändert erwartet

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas dürften den Handel am Montag wenig bewegt beginnen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 verlor...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas dürften den Handel am Montag wenig bewegt beginnen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 verlor etwa eine halbe Stunde vor Börsenstart 0,13 Prozent auf 2.991,0 Punkte. Der Future auf den britischen FTSE-100 Index erhöhte sich indessen um minimale 0,05 Prozent auf 6.868,0 Einheiten.

In Frankfurt bleibt die Börse heute aufgrund des „Tag der deutschen Einheit“ geschlossen. Die Vorgaben aus Asien und den USA präsentierten sich zum Wochenstart positiv. Die zuletzt wieder gestiegenen Sorgen um den Finanzsektor haben zum Wochenschluss wieder etwas nachgelassen und die US-Börsen dadurch unterstützt. Auch in Asien lieferte die Hoffnung auf eine geringere US-Strafe für die Deutsche Bank etwas Auftrieb.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ kommen die Deutsche Bank und die US-Behörden bei ihren Verhandlungen voran. Allerdings sei noch kein Vorschlag ausgereift genug, um den hochrangigen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten vorgelegt werden zu können, berichtete die Zeitung in der Nacht zum Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Von Datenseite rücken heute die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie aus Europa sowie aus den USA in den Fokus. In Japan blieb der Index für die Stimmung unter den Managern der japanischen Großindustrie stabil. Im September verharrte das von der Bank von Japan (BoJ) erhobene Barometer bei plus 6 Punkten.

Auch zum Wochenstart bleiben Bankwerte im Blick. Der größte niederländische Finanzdienstleister ING streicht 7.000 Stellen. Die meisten davon in den Niederlanden und Belgien. Bis 2021 sollten so 900 Mio. Euro jährlich eingespart werden. Hintergrund seien die niedrigen Zinsen und hohe regulatorische Hürden. Vorbörslich erzielten die Aktien der ING Groep bei Lang und Schwarz ein Plus von rund 1,8 Prozent.

Zudem dürfte Air Berlin im Fokus bleiben. Die angeschlagene Fluggesellschaft bereitet mit weiteren Schritten den Weg für ihren Konzernumbau. Der Dauerkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi wurde beigelegt. Beide Seiten haben sich auf einen einheitlichen Manteltarifvertrag für die 2.600 Kabinen-Beschäftigten verständigt, teilte Air Berlin am Wochenende mit. Am vergangene Donnerstag hatte die Fluggesellschaft den tiefgreifendsten Umbau ihrer Geschichte und den Abbau von 1.200 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Aktien der Airline notierten vorbörslich mit 2,8 Prozent fester.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA061 2016-10-03/08:51