EBEL

Niederlage mit schweren Folgen

„Wiederholungstäter“ Nick Ross muss bei den nächsten vier Partien des HC Innsbruck zuschauen. Sein Check wurde nachträglich geahndet.
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Nach dem 2:3 bei Rekordmeister KAC trafen die Haie gestern noch schlechte Nachrichten: Die Verteidiger Ross (vier Spiele) und Stach (zwei) wurden gesperrt.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Natürlich hätten wir gerne etwas aus Klagenfurt mitgenommen, aber wir haben einfach zu viele Stockstrafen kassiert“, analysierte Coach Rob Pallin die sechste Runde und erste punktelose Partie für die Haie in ruhiger Manier. Bezüglich Verteidiger Nick Ross, der im Finish einen harten Check fuhr, stellte sich gestern im Nachhinein eine lange Sperre ein. Der Kanadier wurde vom „Department of Player Safety“ (DOPS) wegen eines Check gegen den Kopf für vier Spiele gesperrt. Zudem muss Kollege Lubomir Stach, der mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis geschickt wurde, zwei Spiele pausieren. Ein harter Schlag für die Cracks des HC Innsbruck, die jetzt auf Dominique Saringer und Mario Ebner zurückgreifen müssen. Beide Eigengewächse halfen zuletzt bei den Kitzbüheler Adler aus.

Mit Kristian Kudroc, der beim KAC drei unnötige Zwei-Minuten-­Strafen kassierte, steht für die kommenden Heimspiele gegen Fehervar (Freitag) und Znojmo (Samstag) nur noch ein Legionär in der Defensive zur Verfügung. Der HC Innsbruck haderte gestern mit der harten Regel­auslegung, die vor allem oft die Kleinen trifft. „Ein Protest ist aufgrund der Fernsehbilder aussichtslos“, sagte Vorstandsmitglied Norbert Ried.

Trotz der schlechten Nachrichten wurde gestern vor allem über Youngster Mario Huber, der nach seinem Solo gegen Dornbirn auch bei Saisontreffer Nummer zwei groß­e technische Reife bewies, gesprochen. Die Drehung um die eigene Achs­e und der Backhand-Schlenzer waren das Sahnehäubchen. „Lieber wäre­n mir Punkte gewesen und ein paar einfache Tore“, sagte das 20-jährige Eigengewächs gestern. Der zwinkernd­e Nachsatz des Angreifers, der mit zwei Saisontreffern insgesamt bei sechs Punkten hält, ließ dennoch nicht auf sich warten: „Ich habe halt einfach einmal was probiert. Beim Training probiere ich noch mehr.“ Coach Pallin nickt an dieser Stelle: „Es war ein typischer ‚Mario‘, er macht solche überragenden Tore. Insofern war ich nicht sonderlich überrascht.“ Die Gegner, KAC-Verteidiger Mark Popovic und Goalie Toma­s Duba, schauten „blöd“ aus der Wäsche.