Freizeit

Alte Geräte zu neuem Leben erwecken

© Schweigl

Imst – Die Idee, Gebrauchtes wieder „flottzumachen“, anstatt immer neu zu konsumieren, wird mittlerweile weltumspannend in 1140 „Repair Café...

Imst –Die Idee, Gebrauchtes wieder „flottzumachen“, anstatt immer neu zu konsumieren, wird mittlerweile weltumspannend in 1140 „Repair Cafés“ in 29 Ländern auf sechs Kontinenten gepflegt. In Schweden gibt es derzeit sogar Bemühungen, das Repariere­n von Gebrauchsgegenständen über Steuerbegünstigungen zu forcieren. Außerdem soll die Neuanschaffung von Elektrogeräten und PCs durch eine Chemiesteuer verteuert werden, um die hohen Recyclingkosten schon im Einkauf zu berücksichtigen.

Auch in Tirol gibt es in jedem Bezirk Ehrenamtliche, die sich in den Dienst der guten Sache stellen. Gemeinsam mit den freiwilligen Helfern besteht die Möglichkeit, seinen liebgewonnenen Gegenstand oder das persönliche Lieblingsstück zu reparieren. Es stehen Experten für Elektrogeräte, Fahrräder, Haushaltswaren, Textilien und Kleidung, Unterhaltungselektronik, Kleinmöbel, Spielzeug oder Computer zur Verfügung.

So auch am Samstag im kleinen Stadtsaal in Imst. Beim vierten Repair Café – übrigens ein „Miteinand in Imst“- Projekt – stellten rund 20 Ehrenamtliche ihre Freizeit, ihr Wissen und ihr handwerkliches Geschick in den Dienst von Umweltschutz, Nachhaltigkeit und sorgfältigem Umgang mit den Ressourcen. Projektkoordinatorin Johanna Heumader-Schweigl: „Diesmal konnten von rund 40 angenommenen Reparaturen alle Problemstellen diagnostiziert und 26 erfolgreich durchgeführt werden. Bei den restlichen fehlten die geeigneten Ersatzteile beziehungsweise war eine Reparatur nicht mehr möglich.“ Das nächste Repair Café in Imst planen die Organisatoren für das Frühjahr 2017. (TT)