Mindestsicherung: Mitterlehner sieht Seitenschritt der SPÖ
Wien (APA) - Es gab heute Gespräche mit SPÖ-Sozialminister Alois Stöger über die Mindestsicherung, „Tatsache ist, wir haben noch kein Ergebn...
Wien (APA) - Es gab heute Gespräche mit SPÖ-Sozialminister Alois Stöger über die Mindestsicherung, „Tatsache ist, wir haben noch kein Ergebnis“, bestätigte ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. „Das mit dem Schritt zugehen ist eine Frage der Relativitätstheorie“, so Mitterlehner zur Aussage Stögers, er sei auf die ÖVP zugegangen. „Ich sehe es eher als Seitenschritt in Richtung bestehender Vorschläge.“
Die Zeit werde knapper, da Anfang Jänner ein neues Mindestsicherungsgesetz vorgelegt werden soll, sagte Mitterlehner am Rande einer Pressekonferenz auf Journalistenfragen. Der Druck sei aber vor allem bei Wien, meint der ÖVP-Chef. Denn wenn es keine gemeinsame Regelung gebe, und keine Pflicht für Flüchtlinge, am ursprünglichen Ort zu bleiben, dann werde jedes Bundesland einen eigenen Weg gehen.
Die Flüchtlinge wiederum werden dort hin gehen, wo die für sie beste Situation herrsche, erwartet Mitterlehner. Und das sei bis jetzt in Wien. „Daher wird Wien ein dringendes Interesse haben, eine gemeinsame Regelung vorzufinden,“ so Mitterlehner. Derzeit laufe die Beratung teilweise so, dass Flüchtlingen empfohlen werde, das Bundesland zu wechseln bevor sie zu arbeiten beginnen, weil sie woanders mehr Mindestsicherung erhalten.
Für den Bund sei die Einigung nicht so entscheidend. Im Falle einer Nicht-Einigung werde der Bund die Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von 45 Mio. Euro nicht weiter zahlen, so Mitterlehner. Das sei zwar negativ für die Länder, der Betrag sei aber für jedes einzelne Bundesland „nicht allzu hoch“.
Kommentare