Wacker bestätigt Coach Grumser vorerst bis zur Winterpause
Thomas Grumser bleibt zumindest bis zur Winterpause Cheftrainer des FC Wacker. Einen Kurswechsel bedeutet diese Entscheidung laut General Manager Alfred Hörtnagl aber nicht.
Von Alex Gruber und Tobias Waidhofer
Innsbruck – Plötzlich ging doch alles ziemlich schnell. Verdächtig schnell, wenn man die langen Entscheidungswege beim FC Wacker in den vergangenen Wochen und Monaten zum Maßstab nahm. Von einer Vorstands-Klausurtagung am Mittwoch, wo die Zukunft von Interimstrainer Thomas Grumser besprochen werden sollte, war noch am Wochenende die Rede. Die Bestätigung, dass der ehemalige Amateure-Coach bis zur Winterpause die Wacker-Profis als Cheftrainer anführen wird, erfolgte aber nun doch schon gestern zur Mittagszeit.
„Das bestätigt nur das, was wir schon immer gesagt haben“, erinnerte General Manager Alfred Hörtnagl gestern an die Antrittspressekonferenz des Interimstrainers. Schon damals hatte Hörtnagl gemeint, dass sein Engagement durchaus „länger gehen könnte“.
Der Reichenauer habe jetzt die Möglichkeit, „intensiv zu arbeiten und viele Dialoge zu führen“. Dabei genießt der ehemalige FC-Tirol-Profi „totale Handlungsfreiheit. Alle Spieler sind wieder fit, es gibt einen großen Konkurrenzkampf“, weiß Hörtnagl.
Dass das Festlegen auf Thomas Grumser Hand in Hand mit einem Kurswechsel (Motto: „Jetzt spielen die Jungen“) gehen wird, verneint der General Manager. „Es gibt keine sofortigen Änderungen. Jeder ist gefordert und jeder kann sich beweisen.“
Der Fokus liegt jetzt freilich endgültig auf den Spielern. Schließlich hat der FC Wacker bei allen Nebenkriegsschauplätzen und Aufregern – zumindest auf dem Papier – immer noch einen exquisiten Kader. Und auch wenn Hörtnagl in der Kaderplanung wohl der eine oder andere Fehler unterlaufen ist, muss dieser Kader immer noch genug Qualität für die zweithöchste Liga Österreichs mitbringen. „Die Spieler müssen bereit und stabil sein“, fordert auch Hörtnagl, der die Lage insgesamt aber nicht ganz so negativ sieht: „Ich bleibe dabei, das Kapfenberg-Spiel (1:0, Anm.) war ein wichtiger Schritt. Gegen Wattens war es zu wenig. Wir müssen den nächsten Schritt zur Stabilität gehen.“
Denn die erhöhte Stabilität würde auch mit einem Punktezuwachs in der Tabelle einhergehen. Schon am Freitag testet Thomas Grumser mit seiner Elf gegen den FC Zürich den Ernstfall. Der folgt dann nach der Länderspielpause mit dem Match gegen den LASK.
In der leidigen Geschichte um den Kabinensturm und die Ausschreitungen einiger Unverbesserlicher beim Derby in Wattens gab’s gestern seitens der Liga keine Neuigkeiten. General Manager Alfred Hörtnagl stellte aber die Rückkehr eines Fansozialarbeiters in Aussicht. Den gibt’s seit Ende 2013 nicht mehr. Damals hatte Armin Weber seinen Rücktritt erklärt.
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