Olympia: Ruder-Weltverband gegen Verlegung der Bewerbe aus Tokio

Tokio (APA/dpa) - Der Ruder-Weltverband FISA will von den Olympia-Organisatoren in Tokio Klarheit darüber, wo während der Sommerspiele 2020 ...

Tokio (APA/dpa) - Der Ruder-Weltverband FISA will von den Olympia-Organisatoren in Tokio Klarheit darüber, wo während der Sommerspiele 2020 die Bewerbe stattfinden werden. Verbandspräsident Jean-Christophe Rolland zeigte sich bei einem Besuch in Japans Hauptstadt „überrascht und enttäuscht“ von Berichten über eine mögliche Verlegung und forderte die Austragung der Regatta am bisher geplanten Standort in Tokio.

„Wir haben eine umfassende Überprüfung aller Möglichkeiten vorgenommen. Und das Ergebnis ist, dass der Standort Sea Forest die beste Lösung ist“, bekräftigte der Franzose. Am vergangenen Donnerstag hatte eine von Tokios neuer Gouverneurin Yuriko Koike eingesetzte Untersuchungskommission vor den explodierenden Kosten gewarnt. Koike erklärte, sie beabsichtige, alle olympischen Austragungsorte zu überprüfen. Man wolle helfen, Japans nördliche Region, einschließlich Fukushima, sich vom Erdbeben und Tsunami im März 2011 zu erholen.

Aus Kostengründen hatte die Kommission eine Verlegung der olympischen Ruder- und Kanuwettbewerbe auf eine schon bestehende Anlage nach Tome vorgeschlagen, das 440 Kilometer von Tokio entfernt ist. Auch für die Basketball- und Radwettbewerbe könnten ebenfalls schon vorhandene Anlagen außerhalb Tokios verwendet werden, berichteten japanische Medien. Von Änderungsvorschlägen betroffen seien auch eine Schwimmhalle und eine Volleyball-Arena.