Flüchtlinge - Ban sieht Krise der Solidarität

Genf (APA/dpa) - Die Flüchtlingskrise ist nach den Worten des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon vor allem eine Krise der Solidarität. Mit genü...

Genf (APA/dpa) - Die Flüchtlingskrise ist nach den Worten des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon vor allem eine Krise der Solidarität. Mit genügend politischem Willen und Mitgefühl wären Regierungen in der Lage, dieses Problem zu lösen, sagte er am Montag in Genf.

Zugleich rief Ban bei einem Besuch des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) die Spitzenpolitiker der Welt auf, mehr für die Beendigung der Konflikte in Syrien und anderen Krisenländern zu tun - darunter auch Afghanistan, Burundi, Südsudan und der Jemen.

„Wir alle haben die Verantwortung, uns dieser schrecklichen Realität zu stellen“, sagte der UN-Generalsekretär mit Blick auf das Leid von Menschen in Kriegsgebieten. „Mehr und mehr zerstörerische Waffen werden bei vorsätzlichen Kriegsverbrechen gegen Zivilisten eingesetzt.“ Einflussreiche Staaten müssten nationale Interessen zurückstellen und gemeinsam auf die Beendigung von Konflikte hinwirken.

Heute seien weltweit 65 Millionen Menschen Flüchtlinge im Ausland oder Vertriebene im eigenen Land - mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Dabei habe allein der Syrienkrieg insgesamt 13,5 Millionen Menschen vertrieben, unter ihnen sechs Millionen Kinder.

~ WEB http://www.unhcr.org ~ APA377 2016-10-03/15:29