Größtes Krankenhaus im Osten Aleppos laut Betreiber komplett zerstört
Damaskus (APA/AFP) - Das größte Krankenhaus im von syrischen Rebellen kontrollierten Ostteil Aleppos ist nach Angaben seines Betreibers „völ...
Damaskus (APA/AFP) - Das größte Krankenhaus im von syrischen Rebellen kontrollierten Ostteil Aleppos ist nach Angaben seines Betreibers „völlig zerstört“. Die Klinik M10 gebe es nicht mehr, teilte die Syrian American Medical Society (Sams) am Montag über Twitter mit. Es bestehe die Gefahr für das Personal, dass das beschädigte Gebäude auf die Kellergeschosse stürze. Drei Techniker seien am Montag getötet worden.
Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, das Krankenhaus sei „gezielt“ aus der Luft angegriffen worden. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen. Wer das Krankenhaus angegriffen hat, wurde zunächst nicht klar.
Die Klinik war zuletzt auch mit Fassbomben attackiert worden, wie die Betreiber mitteilten. Die medizinische Versorgung in Kliniken im rund 250.000 Einwohner zählenden Ostteil Aleppos ist kaum noch möglich.
Russland bezeichnete seine Luftangriffe an der Seite der syrischen Armee unterdessen als „höchst effektiv“. Vize-Außenminister Gennadi Gatilow sagte laut russischen Nachrichtenagenturen, die Luftangriffe hätten Jihadisten daran gehindert, das Land unter ihre Kontrolle zu bringen. „Aus dieser Perspektive ist unsere Beteiligung höchst effektiv, insbesondere jetzt, da sich die Lage rund um Aleppo verschlechtert hat“, sagte der Minister.
Zugleich wies Gatilow Vorwürfe, dass Russland „medizinische Einrichtungen, Krankenhäuser, Schulen“ bombardiere, als „gegenstandslos“ zurück. Nach Darstellung Moskaus werden von der eigenen Luftwaffe in Syrien nur Jihadisten und „Terroristen“ angegriffen. Der Westen dagegen wirft den russischen Verbänden vor, auch gemäßigte Rebellen und Zivilisten anzugreifen.
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