Mit alternativer Überschussenergie heizen und kühlen

Wien/Göllersdorf/Graz (APA) - Überschussenergie aus Wind- und Solarkraft kann in Bauteilen gespeichert und bei Bedarf zum Heizen oder Kühlen...

Wien/Göllersdorf/Graz (APA) - Überschussenergie aus Wind- und Solarkraft kann in Bauteilen gespeichert und bei Bedarf zum Heizen oder Kühlen verwendet werden. Ein entsprechendes Projekt des Forschungsinstituts der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) und einer Baufirma wurde am Montagabend mit einem von drei Kooperationspreisen des Forschungsnetzwerks Austrian Cooperative Research (ACR) ausgezeichnet.

In einem Einfamilienhaus in Niederösterreich hat das zum ACR-Netzwerk gehörende VÖZ-Institut und die Firma Aichinger Hoch- und Tiefbau GmbH aus Göllersdorf (NÖ) diese neue Art der Energieversorgung realisiert, teilte ACR in einer Aussendung mit. Dabei wird die Wärmespeicherfähigkeit von Betonbauteilen des Hauses genutzt, um kurzzeitig hohe, überschüssige Energiemengen aus einer Windkraftanlage zwischenzuspeichern und bei Bedarf per Wärmepumpe wieder abzurufen.

Das Pilotprojekt ist eines von drei Vorhaben, die bei der ACR-Enquete von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) einen ACR-Kooperationspreis erhielten. Damit sollen besonders innovative Forschungskooperationen zwischen Klein- und Mittelbetrieben und ACR-Instituten ausgezeichnet werden. Man wolle damit auch zeigen, „dass Innovation auch abseits der Großkonzerne ein gelebter Teil der Unternehmenskultur ist“, sagte Mitterlehner.

Ausgezeichnet wurde auch das Projekt „Galvano MD“ der Firma Rotreat aus Graz und des steirischen Energieeffizienz-Forschungsinstituts AEE INTEC. Den beiden Einrichtungen ist es gelungen, die sogenannte Membrandestillation für die Aufbereitung von Galvanikbädern einsetzbar zu machen. Die Galvanik werde damit umweltfreundlicher und ressourcenschonender.

Die dritte Auszeichnung ging an das Vorarlberger Forschungsinstitut V-Research und die Maschinenfabrik Lingenhöle Technologie in Feldkirch. Sie haben ein Nitrierverfahren entwickelt, das die Verschleißbeständigkeit und Lebensdauer von Abkantwerkzeugen um 80 Prozent erhöht.

Der ACR Woman Award ging an die 28-jährige Gebäudetechnikerin Katharina Kreuter vom Institut Güssing Energy Technologies (GET). Sie wurde für die Leitung eines Projekts ausgezeichnet, in dem ein Simulationswerkzeug für die Leistungsfähigkeit von verschiedenen Hybridsystemen für Photovoltaik und Erdwärme entwickelt wurde.

( S E R V I C E - Internet: http://www.acr.at )