Gordischer Knoten der Kärntner Landeshaftungen vor der Zerschlagung
Wien/Klagenfurt (APA) - Der Gordische Knoten rund um die Kärntner Landeshaftungen für die frühere Hypo Alpe Adria scheint endlich vor der Ze...
Wien/Klagenfurt (APA) - Der Gordische Knoten rund um die Kärntner Landeshaftungen für die frühere Hypo Alpe Adria scheint endlich vor der Zerschlagung zu stehen. Das südlichste Bundesland kann seine überhohen Haftungen für die Skandalbank loswerden. Die Pleitegefahr ist damit bald gebannt.
Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ist am Dienstag vorgeprescht und gab bekannt, dass schon jetzt die nötige Zustimmung für den Rückkauf der landesbehafteten Papiere überschritten ist. Das kann auch als zusätzlich Einladung an Gläubiger gesehen werden, die noch nicht angenommen haben und noch bis Freitag dazu Zeit haben.
Umgehend verwies der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) darauf, dass erst am kommenden Montag - just dem Kärntner Landesfeiertag - ganz offiziell bekannt wird, wie viele Gläubiger dem Rückkaufangebot zugestimmt haben. Denn Schelling hat Kaiser mit seinem heutigen Vorstoß die Show gestohlen. Aber gerade im Geschäftsleben gilt nun einmal: Wer zahlt, schafft an. Und zahlen tut vorerst nun einmal der Bund.
Kärnten trägt zwar 1,2 Mrd. Euro zum Rückkauf bei. Aber das chronisch unter Geldmangel leidende südlichste Bundesland muss sich das Geld von der Republik leihen und zahlt es über die kommenden 30 Jahre zurück. Am Kapitalmarkt kann sich Kärnten schon lange nicht mehr refinanzieren. Dabei hatte der frühere freiheitliche Landeshauptmann Jörg Haider seinerzeit, als die Kärntner Hypo 2007 mehrheitlich an die BayernLB verkauft worden war, gesagt: „Kärnten ist reich.“
~ WEB www.heta-asset-resolution.com ~ APA291 2016-10-04/13:40
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