Lawrow: Ende des Syrien-Dialogs stärkt Anhänger militärischer Lösung
Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Das Scheitern des Dialogs über eine Waffenruhe stärkt nach russischer Einschätzung die Unterstützer einer militä...
Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Das Scheitern des Dialogs über eine Waffenruhe stärkt nach russischer Einschätzung die Unterstützer einer militärischen Lösung des Syrien-Konflikts in der US-amerikanischen Führung. „Leider gab es in der US-Regierung von Beginn an nicht wenige, die die Vereinbarungen scheitern lassen wollten“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag der Agentur Tass zufolge in Moskau.
Diese Gegner des bilateralen Abkommens würden nun „Pläne für eine gewaltsame Lösung aushecken“, sagte Lawrow. Ein Ende des Konflikts sei aus russischer Sicht aber nur in gemeinsamen Gesprächen mit den USA, Europa und Regionalmächten zu erreichen. Eine Schlüsselrolle komme der Syrien-Kontaktgruppe (ISSG) zu. „Diese Gruppe kann und soll eine wichtige Funktion einnehmen“, betonte der Minister.
Der russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow plädierte mit Nachdruck für eine Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington. „Es geht auch um die Sicherheit unserer Soldaten in Syrien. Deswegen ist es nötig, um diese Kommunikationskanäle zu kämpfen“, sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat.
Das Außenministerium in Moskau berichtete über einen Granatenbeschuss der russischen Botschaft in Damaskus aus Terroristengebiet. Bei dem Zwischenfall am Montag sei niemand verletzt worden, hieß es.
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