USA und Philippinen beginnen gemeinsame Militärmanöver
Manila (APA/AFP) - Inmitten neuer Spannungen haben die USA und die Philippinen am Dienstag gemeinsame Militärmanöver begonnen. Die Übungen w...
Manila (APA/AFP) - Inmitten neuer Spannungen haben die USA und die Philippinen am Dienstag gemeinsame Militärmanöver begonnen. Die Übungen werden überschattet von Drohungen des neuen philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, die US-Militärpräsenz in dem südostasiatischen Land zu beenden und sich stärker China und Russland zuzuwenden.
Duterte hatte damit auf Kritik der USA an seinem harten Kampf gegen Drogenkriminelle in seinem Land reagiert. Er warnte, dass die Manöver die letzten während seiner sechsjährigen Amtszeit sein würden. Zugleich drohte er mit der Aufkündigung eines Verteidigungspaktes der USA mit den Philippinen. „Überlegt es euch gut jetzt, weil ich euch auffordern werde, die Philippinen ganz zu verlassen“, sagte der für seine verbalen Entgleisungen bekannte 71-jährige Staatschef. Auch die Drohungen an die USA spickte er wieder mit vulgären Beschimpfungen.
US-Präsident Obama hatte der philippinische Staatschef zuvor bereits als „Hurensohn“ beschimpft. Zuletzt erregte Duterte mit einem Vergleich für Empörung, der seinen Anti-Drogen-Kampf mit dem NS-Massenmord an den Juden in eine Reihe stellte. Seit Dutertes Amtsantritt Ende Juni wurden nach Angaben der Polizei bei außergerichtlichen Tötungen im Drogenkrieg bereits mehr als 3000 Menschen getötet. Ein Drittel davon starb bei Anti-Drogen-Einsätzen der Polizei, die anderen unter ungeklärten Umständen. Das Vorgehen stieß international auf scharfe Kritik.
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