Italiens Notenbank sieht mehrere Lösungen für gerettete Institute

Rom (APA/Reuters) - Auch ein Scheitern der Verkaufspläne bedeutet nach Einschätzung von Italiens Notenbank noch nicht das endgültige Aus für...

Rom (APA/Reuters) - Auch ein Scheitern der Verkaufspläne bedeutet nach Einschätzung von Italiens Notenbank noch nicht das endgültige Aus für vier vom Staat gerettete Geldhäuser. Selbst dann gebe es noch Alternativen zu einer Abwicklung der Institute, sagte der Generaldirektor der Bank von Italien, Salvatore Rossi, am Dienstag.

„Es gibt Möglichkeiten und Instrumente, um eine positive Lösung dieses Problems zu finden, die keine Abwicklung beinhaltet.“ Konkreter wurde Rossi allerdings nicht.

Der italienische Staat hatte 2015 die Banca delle Marche, Banca Popolare dell‘Etruria, Cassa di Risparmio di Ferrara und Cassa di Risparmio di Chieti vor dem Zusammenbruch bewahrt. Für die kleineren Geldhäuser, die zusammen rund 950.000 Kunden haben, sollten danach Käufer gefunden werden. Doch dies gestaltet sich schwierig.

Erst in der vergangenen Woche war eine Frist der EU für die Veräußerung der Banken erneut verlängert worden. Zudem ist das Vorhaben des Instituts UBI Banca, drei der Finanzhäuser zu übernehmen, noch nicht von der Europäischen Zentralbank (EZB) genehmigt worden. Die Bankenbranche in Italien steckt in der Krise. Sie ächzt unter einem Berg an Problemkrediten über rund 360 Mrd. Euro.