Weniger deutsche Unternehmen erzeugen Strom selbst - Umfrage

Berlin (APA/Reuters) - Erstmals setzen weniger deutsche Unternehmen auf die Erzeugung eigenen Stroms. Der Anteil der Firmen mit eigener Ener...

Berlin (APA/Reuters) - Erstmals setzen weniger deutsche Unternehmen auf die Erzeugung eigenen Stroms. Der Anteil der Firmen mit eigener Energieversorgung sei heuer auf 19 Prozent gesunken, fand der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bei seiner am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unter fast 2200 Betrieben heraus.

Davor hatte sich der Anteil von 2012 bis 2015 von 10 auf 20 Prozent verdoppelt - etwa, um sich gegen steigende Strompreise abzusichern oder die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

„Nun ist zum ersten Mal die Zahl der realisierten Maßnahmen gesunken“, erklärte der DIHK. „Dies deutet darauf hin, dass einige Unternehmen aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen und fehlender Planungssicherheit keine Ersatzinvestitionen getätigt haben.“ Bei früher geplanten Projekten sei davon auszugehen, dass viele nicht umgesetzt wurden. Der DIHK führt das darauf zurück, dass seit Sommer 2014 die Eigenerzeugung aus neuen Anlagen anteilig mit der Ökostromumlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) belastet wird. Zudem sei zum Jahreswechsel 2015/16 die Förderung der Eigenstromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung weitgehend beendet worden.