Fröschl will Zuschüsse, der TVB Anteile an der Lizum
Für Investitionen in das Skigebiet der Axamer Lizum hat Eduard Fröschl beim TVB Innsbruck um Geld angeklopft. Gostner fordert ein Gegengeschäft.
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck, Axams –Mit 80,4 Prozent über die Eduard Fröschl Bauunternehmen Gesellschaft m. b. H. und 7,16 Prozent in seiner Privathand hat der Haller Baumagnat Eduard Fröschl in der Axamer Lizum Aufschließungsaktiengesellschaft das große Sagen. Zu den weiteren Anteilseignern gehören die Wintersport Tirol AG der Kliers (Stubaier Gletscherbahnen) mit 7,16 Prozent, die Gemeinde Axams (3,72 %) sowie auch Götzens, Birgitz und Grinzens.
Doch diese Gesellschafterstruktur könnte sich schon recht bald wandeln. Denn der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer steht vor einem Einstieg in das Skigebiet. TVB-Obmann Karl Gostner bestätigt auf Anfrage der TT, dass es diesbezügliche Absichten gibt. Noch sei aber „nichts spruchreif“.
Es ist nicht die Initiative der Touristiker, die zu dieser geplanten Anteilsübernahme führen könnte. Vielmehr soll Fröschl beim TVB bezüglich einer Beteiligung an künftigen Investitionen in seinem Skigebiet angeklopft haben.
„Die Lizum braucht unsere Unterstützung“, bejaht Gostner, dass Fröschl in die doch in die Jahre gekommenen Anlagen investieren will. „Er arbeitet an einem Masterplan“, sagt Gostner. Weiterführende Gespräche seien erst noch zu führen.
Insofern kann Gostner derzeit auch noch keine Auskunft darüber geben, wie viel Geld Fröschl vom TVB will und wie viele Anteile an der Aufschließungs-AG nach Innsbruck wandern sollen. Ebenso unklar ist, von wem die Firmenanteile kommen sollen. Fix sei nur, dass der TVB „kein Interesse an einer bestimmenden Beteiligung hat“, wie Gostner festhält. Dass der TVB aber als Gegengeschäft für einen finanziellen Zuschuss eine Anteilsbeteiligung fordert, sei unumstößlich. Um das zu untermauern, habe der TVB-Vorstand erst unlängst einen diesbezüglichen Grundsatzbeschluss erneuert, so Gostner.
Von Seiten der Firma Fröschl werden zwar Gespräche bestätigt, über Höhe und Anteilsvolumen hält man sich aber bedeckt. Geplant sei einerseits ein neuer Beschneiungsteich, andererseits eine Attraktivierung des Winter- sowie ein professionelles Sommer- und Mountainbikeangebot.
Die Zeit für weitere Verhandlungen ist knapp bemessen. So ein Geschäft kann nur die TVB-Vollversammlung beschließen. Diese tagt am 1. Dezember. Zuvor müssen aber auch noch Vorstand, Aufsichtsrat und das Land als Aufsichtsbehörde grünes Licht geben.