Amtseinführung des neuen NÖ Superintendenten am 15. Oktober
St. Pölten (APA) - Lars Müller-Marienburg, neuer Superintendent der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, wird am 15. Oktober von Bischo...
St. Pölten (APA) - Lars Müller-Marienburg, neuer Superintendent der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, wird am 15. Oktober von Bischof Michael Bünker in Wiener Neustadt feierlich in sein Amt eingeführt. Sein Wirken hat nach der Wahl vom 18. Juni bereits am 1. September begonnen. „Niederösterreich lerne ich erst kennen“, sagte der gebürtige Franke am Mittwoch in einem Pressegespräch in St. Pölten.
Als Superintendent wolle er „das gute Miteinander pflegen und fortsetzen“, das in den Jahren unter seinem verstorbenen Vorgänger Paul Weiland innerkirchlich selbstverständlich geworden sei. Seinen persönlichen Glaubensweg bezeichnete der 39-Jährige als „geprägt von der Suche nach dem Miteinander von Frommsein und Freiheit“.
Ansbach in Mittelfranken, woher er stammt, sei „urevangelisches Land“. In Niederösterreich mit 40.000 Evangelischen in 28 Pfarrgemeinden gibt es für Müller-Marienburg nach etwas mehr als einem Monat im Amt „noch sehr viel mehr zu entdecken“.
Der neue Superintendent werde „mit Kompetenz, Engagement und Einsatz seine Akzente setzen“, gab sich Bischof Michael Bünker überzeugt. Gleichzeitig verwies er darauf, dass auch Müller-Marienburg in die Vorbereitungen auf das Jubiläum „500 Jahre Reformation“, das 2017 begangen wird, einsteigen „darf und muss“.
Den Auftakt bildet bereits am 8. und 9. November in Eisenstadt eine Klausur („500 Jahre Reformation - Vom Gegeneinander zum Miteinander“) der römisch-katholischen Bischofskonferenz mit Vertretern der drei evangelischen Kirchen in Österreich - laut Bünker „eine Premiere“. Zudem merkte der Bischof an, dass es mit St. Pölten und Waidhofen a.d. Ybbs auch zwei niederösterreichische Städte unter den derzeit mehr als 70 „European Cities of Reformation“ gebe. Das Jubiläum werde nicht eine historische Rückschau sein, es werde vielmehr um Impulse der Reformation gehen.
Gisela Malekpour, Superintendentialkuratorin und somit weltliches Oberhaupt der Diözese Niederösterreich, blickte auf „ein schweres Jahr“ zurück. Nach dem Tod Weilands und bis zur erst im zweiten Anlauf erfolgten Wahl des neuen Superintendenten sei die Leitung in den Händen des Superintendentialausschuses gelegen. Müller-Marienburg ist für zwölf Jahre bestellt.
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