Iran: Rouhani-Gegner erleichtert über Rückzieher Ahmadinejads
Teheran (APA/dpa) - Die politischen Gegner von Präsident Hassan Rouhani im Iran haben sich erleichtert gezeigt, dass der Hardliner Mahmoud A...
Teheran (APA/dpa) - Die politischen Gegner von Präsident Hassan Rouhani im Iran haben sich erleichtert gezeigt, dass der Hardliner Mahmoud Ahmadinejad nicht bei der Präsidentschaftswahl antritt. „Es ist gut für das ganze Land, dass er nicht zurückkommt“, sagte Mohammad Reza Bahonar, ein führendes Mitglied der konservativen Fraktion.
Jeder im Land wird von seinem Fernbleiben von der Wahl nächstes Jahr profitieren, sagte der ehemalige Vizepräsident des Parlaments am Mittwoch. Seiner Einschätzung nach hätte sein Comeback auch für die Rouhani-Gegner den Wahlkampf erschwert und gar zu unlösbaren Differenzen geführt. Ahmadinejad habe nun zwei Optionen, sagte Bahonar der Nachrichtenagentur ISNA zufolge. Entweder einen Gegenkandidaten von Rouhani unterstützen oder „einfach still bleiben“.
Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hatte Ahmadinejad vergangene Woche geraten, bei der für den 19. Mai 2017 geplanten Wahl nicht anzutreten. Daraufhin verzichtete der 59-Jährige, Präsident zwischen 2005 und 2013, auf eine Kandidatur. Nach ihrer Niederlage bei der Parlamentswahl im Februar galt er für die Hardliner als einziger Kandidat, der die Wiederwahl des Reformers Rouhani verhindern könnte.
Für den Kleriker Fazel Meybodi ist die Erleichterung der Konservativen verständlich. Seiner Einschätzung nach habe Ahmadinejad während seiner Präsidentschaft „so viel Mist gebaut“, dass ihn nicht mal mehr die Fundamentalisten in ihren Reihen haben wollen. „Für Ahmadinejad ist nur noch im Gesichtsmuseum Platz“, sagte er der Tageszeitung „Shargh“.
(Alternative Schreibweise - Rohani)
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