293.800 Euro Beute: Vier Jahre Haft für Einbrecher-Boss
Innsbruck – Ab dem Jahr 2012 überzog eine mazedonische Einbrecherbande mehrere österreichische Bundesländer mit einer Einbruchsserie. Kein H...
Innsbruck –Ab dem Jahr 2012 überzog eine mazedonische Einbrecherbande mehrere österreichische Bundesländer mit einer Einbruchsserie. Kein Hotel, Büro, Geschäft oder Auto war vor den Berufseinbrechern sicher. Ihre Methode: Das Abdrehen von Schließzylindern.
Als im Frühjahr zwei der Bandenmitglieder der Polizei endlich ins Netz gegangen waren, belasteten die bereits Verurteilten einen 29-jährigen – amtsbekannten – Landsmann. Dieser sollte bei den kriminellen Unternehmungen nämlich nicht nur Chauffeur, sondern auch führender Kopf der Bande gewesen sein.
Da dieser vor seiner Verhaftung seinen Wohnsitz im benachbarten Bozen gehabt hatte, verwundert es heute auch nicht mehr, dass Tirol von den Einbrüchen besonders betroffen war. Der Beutewert übertrifft bei den Mazedoniern übrigens wohl sogar den Sachschaden: 293.800 Euro. Richter Andreas Mair hatte am Landesgericht dafür kein Einsehen. Vier Jahre Haft ergingen nicht rechtskräftig: „Sie haben in dieser kriminellen Vereinigung in gehobener Position gehandelt und kamen wohl zu uns nach Österreich, um das Land leerzuräumen!“ (fell)