Chemie-Nobelpreisträger Stoddart: Kindheit auf dem Bauernhof
Evanston (APA/dpa) - James Fraser Stoddart sei für die Nanotechnologie, was „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling für die Jugendliteratur sei,...
Evanston (APA/dpa) - James Fraser Stoddart sei für die Nanotechnologie, was „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling für die Jugendliteratur sei, schrieb einst die britische „Sunday Times“. Der 1942 in Edinburgh (Schottland) geborene Stoddart wuchs auf einem Bauernhof ohne Strom und Fernseher auf. Als kleiner Bub beschäftigte er sich gerne mit Puzzles. Später studierte er an der Universität von Edinburgh Chemie.
Nach der Doktorarbeit ging Stoddart für einige Jahre zum Forschen nach Kanada, bevor er nach Großbritannien zurückkehrte - erst nach Sheffield, dann nach Birmingham. 1997 kam er in die USA, deren Staatsbürgerschaft er inzwischen auch besitzt. Dort forschte und lehrte er zunächst in Kalifornien, seit 2008 an der Northwestern University im Bundesstaat Illinois. Die Auszeichnung sei eine „enorme Ehre“, sagte Northwestern-Präsident Morton Schapiro. Die Universität sei stolz auf die Errungenschaften von Stoddart.
Mehr als 1000 wissenschaftliche Texte hat der Forscher veröffentlicht, die Auflistung umfasst 55 kleingedruckte Seiten. Auch die Liste seiner bisherigen Preise, Ehrungen und Ehrendoktorwürden ist lang. Seine Texte und Präsentationen sind von einer comic-artigen, bunten Darstellungsweise zum besseren Verständnis geprägt. Stoddart hat zwei erwachsene Töchter und ist seit 2004 verwitwet. Eine Tochter ist selbst Chemikerin. Ihr Vater sei „absolut entzückt“ über den Preis, sagte sie am Mittwoch.
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