Osttirol

Werbung für neues Bad in abgespeckter Form

© Stadt Lienz

Eine Broschüre, die Gusto auf das Dolomitenbad in Lienz machen soll, wird nun in einem kleineren Radius, als ursprünglich angedacht, versandt.

Von Claudia Funder

Lienz –Ende November/Anfang Dezember soll das „Dolomitenbad neu“ eröffnet werden. Die Testphase läuft bereits – nicht ganz problemlos. Bei der Probebefüllung des Beckens führte eine defekte Pumpe zur Überschwemmung, die Feuerwehr musste anrücken. Für den Schaden kommt der Generalunternehmer auf, für die Stadt entstehen keine zusätzlichen Kosten. Und auch auf den Zeitplan hatte der Vorfall keine Auswirkungen. Zu einem Wassereintritt war es übrigens auch schon im Sommer nach einem Starkregenereignis gekommen.

In den kommenden Wochen soll das gesamte System – hoffentlich ohne weitere unliebsame Überraschungen – hochgefahren werden.

Bevor die Türen für die Badegäste aufgehen, rührt die Stadt die Werbetrommel – nun aber doch verhaltener, als ursprünglich angedacht und vom Stadtrat für gut befunden. Dieser hatte die Herausgabe einer Sondernummer der „Liebburg-Info“ in Form einer 20-seitigen Hochglanzbroschüre mit breiter Streuung grundsätzlich befürwortet. Die Verteilung in Osttirol, im Pustertal bis Bruneck, in Oberkärnten bis Spittal und im salzburgischen Mittersill hätte 20.700 Euro plus 2500 Euro für die Gestaltung gekostet. Im Gemeinderat sorgten diese Summe und der Streuradius allerdings für einige Diskussion. Vizebürgermeister Siegfried Schatz (SP) schlug vor, das Verteilungsgebiet auf Osttirol zu begrenzen, da die Eröffnung ohnehin über eine Medienkampagne transportiert werde: „Man könnte ja später mit einer zweiten Tranche Informationen nachschießen.“ GR Gerlinde Kieberl (GUT) sprach sich hingegen für die angedachte breite Streuung aus: „Die Broschüre ist eine große Chance für das neue Dolomitenbad.“

BM Elisabeth Blanik (SP) erklärte, dass in dieser Sache zwei Herzen in ihrer Brust schlagen: einerseits Freude, wenn das Bad auch überregional so weit wie möglich bekannt werde, „ich glaube aber, dass wir bei der Werbung nicht zu protzig auftreten sollten“, gab sie zu bedenken.

Schließlich wurde ein Mittelweg gefunden. Die Broschüre wird nun in kleinerer Stückzahl – in Osttirol, in Oberkärnten bis Greifenburg, Stall und Kötschach und in Südtirol bis Toblach – verteilt.