Der lange Weg zum ersten Buch
Die Suche nach einem Verlag gestaltet sich für die Autorin Ingrid Schwaiger schwierig. Eine Literaturagentin erklärt, warum.
Waidring –Ingrid Schwaiger aus Waidring sitzt stolz vor ihrem Manuskript. „Weck mich, wenn ich vom Schlafen träume“ heißt ihr erster Roman. Eineinhalb Jahre habe sie dafür gebraucht. Das Schwerste am Schreiben sei allerdings die Verlagssuche. „Ich habe verschiedene Verlage kontaktiert, doch leider ohne Erfolg“, erzählt die Lehrerin für Deutsch und Biologie. In den Absagebriefen stand oft dasselbe: tolle Geschichte und souveräne Schreibweise, doch passt nicht ins Programm.
Den genannten Grund kennt Literaturagentin Astrid Poppenhusen nur zu gut. „Pnip heißt das im Verlagswesen, also passt nicht ins Programm“, erklärt die Berlinerin. Also nur eine Floskel? „Nein, es kann durchaus stimmen. Aber wenn man sich direkt an einen Verlag wendet, ist es schwierig. Die meisten Verlagslektoren lesen diese Manuskripte nämlich nicht selbst. Oft landet das Manuskript bei einem Praktikanten“, weiß Poppenhusen. Und wenn ein Verlag ein Manuskript einmal ablehnt, habe der Autor auch mit einem zweiten Versuch mit diesem Buchprojekt kaum Chancen. Deshalb empfiehlt Poppenhusen, gleich einen Literaturagenten zu beauftragen. „Er schickt die Manuskripte an die richtigen Verlage und kennt die Verleger und Lektoren.“ Sie selbst erhalte jeden Tag zwischen fünf und zehn Anfragen.
Ingrid Schwaiger wird weiter versuchen, ihren Roman in die Schaufenster der Buchhandlungen zu bringen. Möglich ist es, wie Anton Kiefer beweist. Auch er ist wie Schwaiger Mitglied beim St. Johanner Literaturverein Lesewelt und hat es geschafft, ein Buch („Österreich-Atlas“) zu veröffentlichen. Wenn das kein gutes Omen ist. (miho)
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