Volleyball

TI und VC Tirol buhlen um Aufmerksamkeit

Neu auf der VC-Tirol-Kommandobrücke: Jean-Michel Roche.
© Andreas Rottensteiner / TT

„Warum man am Samstag zu uns kommen soll?", wiederholt Michael Falkner, Obmann von TI-apogrossergott-volley. Warum die Zuschauer in die USI-...

„Warum man am Samstag zu uns kommen soll?", wiederholt Michael Falkner, Obmann von TI-apo­grossergott-volley. Warum die Zuschauer in die USI-Halle (18 Uhr, gegen PSV Salzburg) und nicht ins Landessportcenter (dort spielt der VC Tirol gegen Klagenfurt) kommen sollen? Falkner: „Weil wir eine Reihe neuer Gesichter präsentieren werden, die es einfach wert sind, beobachtet zu werden."

Ein altbekanntes Gesicht wird indes auf der TI-Bank Platz nehmen: Coach Marco Angelini. Der Italiener geht in die neunte Saison in der Tiroler Landeshauptstadt. Falkner: „Er hat so viel geleistet für den Volleyball-Sport, hat lange Zeit in Italien Damen und Herren trainiert, Weltmeister hervorgebracht — da muss man nichts mehr ergänzen. Er fühlt sich bei uns wohl und wir sind froh, ihn zu haben."

Dass der Abgang von Monika Chrtianska schmerze, stehe außer Frage. Aber das Angebot, dass sie als Jungprofi in der Schweiz aufschlagen kann, wollte ihr Obmann Falkner um keinen Preis verwehren. Und da ist auch noch der Abgang von Rachel Gerling. Die US-Amerikanerin beendete ihre lange Karriere.

Nichtsdestotrotz hat der Tiroler eine klare sportliche Devise ausgegeben: „Wir wollen unbedingt ins Meister-Playoff. Da heuer nur noch sechs Mannschaften das schaffen können, ist es sicherlich ein engagiertes Ziel." Und ein erster Schritt in Richtung Play-off könnte gleich morgen mit einem Heimsieg getätigt werden.

Ortswechsel ins Landessportcenter: Der VC Tirol trifft auf Klagenfurt. „Die Leute sollen zu uns kommen, weil wir das bessere und spektakulärere Damenvolleyball bieten. Wir sind Vizemeister und wollen das auch unterstreichen", tönt VCT-Obfrau Therese Achammer und rührt die Werbetrommel. Dass ausgerechnet zum Auftakt mit Klagenfurt einer der härtesten Gegner der Vorsaison zu Gast ist, lasse sie kalt: „Wir sind heuer stärker als im Vorjahr." Neu ist VCT-Trainer Jean-Michel Roche, der die Damen-Bundesliga erst kennen lernen muss. Achammer: „Er hat eine neue Taktik. Eine, die noch niemand in Österreich gespielt hat." (suki, sab)