„Setting Memory“: Wiener Freud-Museum spürt der Erinnerung nach
Wien (APA) - Unter dem Titel „Setting Memory“ will das Wiener Sigmund Freud Museum der Erinnerung und dem Verlust nachspüren. Heute, Donners...
Wien (APA) - Unter dem Titel „Setting Memory“ will das Wiener Sigmund Freud Museum der Erinnerung und dem Verlust nachspüren. Heute, Donnerstag, Abend wird eine Sonderausstellung der beiden Londoner Künstler Bettina von Zwehl und Paul Coldwell eröffnet, die sich in ihren Arbeiten mit eben jenen Themenfeldern befassen. Beide hatten auch schon im Freud Museum London Personalen.
Bettina von Zwehl arbeitet dabei mit der Fotografie und zeigt Arbeiten aus einem Zyklus, der Anna Freuds persönliche Besitztümer in London dokumentiert. So werden am einstigen Wohnort der Freuds Einblicke in vergangene Lebenswelten eröffnet. Gleichsam als fotografisches Gedächtnisprotokoll fungiert indes ihre Installation „Sospiri“ (Seufzer), wofür sich Zwehl von Gerhard Richter inspirieren ließ.
Paul Coldwell hingegen knüpft direkt an die historischen Ereignisse in der Berggasse an. Er rekonstruiert Antiken, die einst Freuds Arbeitstisch zierte, um so das Ambiente der Freud‘schen Wirkungsstätte heraufzubeschwören. Verkleinert und ausschließlich weiß gehalten, erinnern die Exponate zugleich an den Verlust und die Abwesenheit ihres jeweiligen Vorbildes. Ähnliches gilt für eine Arbeit, bei der Coldwell Freuds alten Mantel als Röntgenbild durchleuchtet. Ergänzt werden die Exponate von der Dokumentation der Aktion „Balloon Releases“, die Coldwell im Juni mit Schülern der „Business Academy Donaustadt“ realisierte, wobei die Sichtbarmachung von Heimatverlust und Migration im Zentrum stand.
(S E R V I C E - „Setting Memory“ von Bettina von Zwehl und Paul Coldwell im Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien von 7. Oktober bis 21. Jänner 2017. http://go.apa.at/NphG5i5L)
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