Bezirk Landeck

Bis 2018 bekommt Perjen neuen Nahversorger

© Matthias Reichle

Mit dem Projekt „Perjen III“ wird ein langgehegter Wunsch der Perjener Bevölkerung erfüllt: ein Nahversorger. Nun erfolgte der Spatenstich.

Von Matthias Reichle

Landeck – Perjen ist kräftig gewachsen und hat heute 2500 Einwohner. „In den 60er-Jahren gab es dort fünf Lebensmittelgeschäfte und dazu noch zwei Metzgereien, eine Bäckerei und einen Kiosk“, erinnert Bürgermeister Wolfgang Jörg an goldene Jahre der Nahversorgung im ländlich geprägten Stadtteil von Land­eck. Das ist lange vorbei. Lediglich Bäckermeister Alfons Wachter hielt mit einer Filiale die Stellung.

Ein langgehegter Wunsch der Perjener Bevölkerung war deshalb wieder ein Supermarkt als zusätzlicher Nahversorger. Auf den 2000 Quadratmeter großen Schweisgut-Gründen, die sich seit Generationen in Familienbesitz befinden, baut die Alpenländische Heimstätte mittels Baurechtsvertrag einen neuen Wohnblock.

Nun fand der Spatenstich für das Projekt „Perjen III“ statt, in dem neben 31 Wohnungen und zwei Büros auch ein miniM Platz haben soll. 6,75 Millionen Euro kostet die Anlage, die bis Juli 2018 bezugsfertig ist.

„Das Projekt ist ein Meilenstein“, betonte Jörg, der selbst ein Nachbar der neuen Baustelle ist und versprach, einen wachsamen Blick darauf zu werfen. Es sei wichtig, dass der Stadtteil einen Nahversorger bekomme. „Das letzte Geschäft wurde von Heinz und Olga Reich mit viel Engagement betrieben“, erinnert er sich. „Aber das ist jetzt seit ihrer Pensionierung mehrere Jahre geschlossen.“

Für den Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte, Markus Lechleitner, ist es kein kleiner Fisch, den er im Zuge der Ausschreibung der Stadt Landeck an Land gezogen hat. Er lud bereits zur Firstfeier im Juli kommenden Jahres. Das Gebäude, das von Architekt Florian Mathies geplant wurde, wird nach Passivhausstandards errichtet. „Insbesondere im Bereich der Energieeffizienz setzten wir auf modernste Technik“, so Lechleitner.