Schweizer Hotellerie musste auch im August Rückgang hinnehmen
Neuenburg (APA/sda) - Die Sommermonate sind für die Schweizer Hotellerie durchzogen verlaufen. Auch im August liegt die Übernachtungszahl un...
Neuenburg (APA/sda) - Die Sommermonate sind für die Schweizer Hotellerie durchzogen verlaufen. Auch im August liegt die Übernachtungszahl unter Vorjahr. Vor allem Gäste aus Asien haben der Schweiz den Rücken gekehrt. Insgesamt verbuchten die Hoteliers im August 4,1 Millionen Übernachtungen. Das ist um 1 Prozent weniger als im August 2015.
Bereits im Juni und im Juli gingen die Übernachtungszahlen in der Schweiz um 3,2 Prozent respektive 0,4 Prozent zurück.
Am stärksten betroffen vom Rückgang sind die Regionen Zürich und Zentralschweiz, während das Tessin und das Wallis bessere Übernachtungszahlen vorweisen.
Wie in den beiden Vormonaten liegt der Rückgang im August an den ausländischen Gästen, wie die Zahlen des Schweizer Bundesamts für Statistik (BFS) vom Donnerstag zeigen. Auf ihr Konto gehen noch 2,4 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Rückgang von 2,8 Prozent.
Am deutlichsten zeigt sich die rückläufige Entwicklung erneut bei den chinesischen Touristen. Die Zahl ihrer Übernachtungen verringerte sich um mehr als ein Viertel (-25,3 Prozent). Gäste aus Asien sind wegen der Terroranschläge und der abgekühlten Konjunktur zurückhaltender geworden mit Reisen nach Europa. Das haben die Experten bereits nach den ersten Einbrüchen im Sommer festgestellt.
Auch Gäste aus den Golfstaaten haben weniger in der Schweiz übernachtet (-11,1 Prozent). Hingegen zeigt sich bei den Koreanern ein Plus von 9,3 Prozent.
Bei europäischen Touristen geht das deutlichste Plus von 22,2 Prozent auf das Konto der Niederländer. Auch die Spanier (+16,2 Prozent) und die Deutschen (+1,5 Prozent) haben öfter in Schweizer Betten übernachtet. Das Bundesamt für Statistik zählt die Übernachtungen, nicht die Personen.
Treu waren die Schweizer Gäste. Auf ihr Konto gehen 1,7 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,5 Prozent. Auch hier dürfte die Angst vor Terroranschlägen eine Rolle gespielt haben, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen.
Kumuliert nach acht Monaten zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Übernachtungszahl von inländischen Gästen stieg um 0,8 Prozent, während jene der ausländische Gäste um 2,5 Prozent zurückging. Insgesamt zeigt die Statistik 25 Millionen Übernachtungen, ein Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2015.
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