Wissenschafter erwarten „Mega-Dürre“ im Südwesten der USA

Washington (APA/AFP) - Dem ohnehin unter chronischer Trockenheit leidenden Südwesten der USA droht nach Einschätzung von Wissenschaftern weg...

Washington (APA/AFP) - Dem ohnehin unter chronischer Trockenheit leidenden Südwesten der USA droht nach Einschätzung von Wissenschaftern wegen der Erderwärmung noch vor Ende des Jahrhunderts eine „Mega-Dürre“. Sollte der CO2-Ausstoß nicht gesenkt werden, werde es in der Region noch heißer und trockener werden, warnten die Forscher in einem in der Zeitschrift „Science Advances“ veröffentlichten Bericht.

Damit werde der Druck auf die ohnehin bereits knappen Wasser-Ressourcen in den Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, New Mexico, Utah und Colorado und Wyoming extrem wachsen. Um das Risiko für die „Mega-Dürre“ zu halbieren, müsste der Treibhausgasausstoß deutlich stärker reduziert werden als vom UN-Klimaabkommen vorgesehen, erklärten die Forscher. Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken.

„Mega-Dürren“ sind Perioden extremer Trockenheit, die mehr als 30 Jahre andauern. Derartige Klimaphasen sind sehr selten, kamen in der Erdgeschichte aber immer wieder vor. Den Forschern zufolge führten sie zum Untergang verschiedener Kulturen.

In Kalifornien herrscht bereits seit knapp sechs Jahren eine Rekord-Dürre. Bäume und Büsche sind ausgedörrt und gehen beim kleinsten Funken in Flammen auf, immer wieder kommt es zu verheerenden Waldbränden. Die Behörden in dem Bundesstaat verhängten im vergangenen Jahr strikte Richtlinien für den Wasserverbrauch.