Gipfelstürmer: Grazer Mountainfilmfestival bringt mehr als 100 Dokus

Graz (APA) - Abenteuer in Fels und Eis, Menschen bei außergewöhnlichen Leistungen in der freien Natur, sportliche Grenzgänger in fremden alp...

Graz (APA) - Abenteuer in Fels und Eis, Menschen bei außergewöhnlichen Leistungen in der freien Natur, sportliche Grenzgänger in fremden alpinen Umgebungen: 107 Dokumentationen und Filme rund um diese Herausforderungen werden vom 8. bis zum 12. November beim „Internationalen Mountainfilmfestival“ in Graz zu sehen sein. Die besten Streifen rittern um den „Grand Prix Graz“, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Mehr als 220 Filme aus 36 Nationen wurden für das heurige Festival eingereicht, berichtete Organisator Robert Schauer am Donnerstag bei der Programmpräsentation. 107 davon werden ab dem November im Grazer Congress, dem Schubertkino und dem Dom im Berg gezeigt. In den vergangenen Jahren hat das inzwischen größte Festival dieses Genres im deutschsprachigen Raum zwischen 8.000 und 9.000 Besucher angezogen.

Das Festival ist in vier Kategorien strukturiert: Alpinismus und Expeditionen, Sport in Berg- und Naturräumen, Natur und Umwelt sowie Menschen und Kulturen. Die meisten Beiträge wurden laut Schauer in der Kategorie Sport in Berg- und Naturräumen eingereicht. In dieser werden 37 Filme zu sehen sein.

In der Kategorie Alpinismus (23 Filme) kündigte Schauer den Film „Citadel“ an. Der Streifen des britischen Alpinfilmers Alastair Lee führt in die unberührte Gegend im hohen Norden Alaskas und dokumentiere in atemberaubenden Bildern die Erstbegehung des Felsgebildes „Citadel“ - „ein riesiger Zapfen“ - wie Schauer schilderte. Ein weiterer Höhepunkt in dieser Kategorie sei das Filmporträt des legendären Schweizer Abenteurers und Bergsteigers Jean Troillet („Jean Troillet, toujour aventurier“ von Sebastian Devrient). Er hoffe, das der Alpinist persönlich nach Graz kommen werde, sagte der Organisator.

Starke Frauen werden laut Schauer u.a. in der Kategorie „Sport in Berg- und Naturräumen „ präsentiert: In „Way East“ surfen beispielsweise Aline Bock und Lena Stoffel auf Schnee und Wasser, die Innsbrucker Mountainbikerin Sylvia Leimgruber machte sich mit Axel Kreuter im tiefen Afrika auf die Suche nach unbefahrenem Terrain („Cedarwoodtrails“). Für „Die Augen Gottes“ von Olaf Obsommer seien wiederum die weltbesten Extremkajakfahrer zusammengeholt worden, um einen äußerst anspruchsvollen Strom in Lettland zu befahren.

Die ausgewählten 33 Naturdokumentationen führen zu den schroffen Kalkhängen der Zugspitze („Eine Reise zum höchsten Berg Deutschlands“), in Naturräume Kanadas („Banff und die Rocky Mountains“) oder zeigen, wie Eisbären im polaren Sommer ums Überleben kämpfen („Polar Bear Summer“). Ein Fokus auf die Völker des Himalaya prägt heuer das Programm in der Kategorie „Menschen und Kulturen“: Die Schweizer Produktion „Afghan Winter“ zeigt das Leben in Afghanistan in Regionen, die von den Spannungen zwischen Talibangruppen und afghanischer Armee weniger betroffen sind. Neue, sehr persönliche Einblicke in die Geschichte Tibets und die spezifische chinesische Politik hält die Dokumentation „Tibetan Warrior“ bereit.

Neben dem Hauptpreis der Jury, dem „Grand Prix Graz“, wird in jeder Kategorie ein „Kamera Alpin Gold“ (3.000 Euro) sowie der Preis „Kamera Alpin Austria“ (2.000) vergeben. Letztere zeichnet den besten österreichischen Film im Wettbewerb aus.

(S E R V I C E - „Mountainfilm“ International Filmfestival Graz, 8.- 12. November, http://www.mountainfilm.com)