Europas Leitbörsen schließen mehrheitlich leicht im Minus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mehrheitlich etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Marktbeobacht...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mehrheitlich etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Marktbeobachter verwiesen auf Zurückhaltung vor dem am Freitagnachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für September. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 4,70 Einheiten oder 0,16 Prozent auf 3.021,58 Zähler.

Gute Vorgaben aus Übersee hatten die europäischen Aktienmärkte zunächst freundlich eröffnen lassen. Schon am Vormittag rückten jedoch wieder Unsicherheiten um die Geldpolitik in den Mittelpunkt und die Aktienmärkte drehten mehrheitlich ins Minus. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, wonach es in der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Konsens gäbe, die laufenden milliardenschweren Anleihekäufe kontinuierlich zurückzufahren. Die EZB hatte dies jedoch dementiert. Das am Nachmittag veröffentlichte Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der Notenbank lieferte keinen Hinweise auf eine geplante Straffung der Geldpolitik.

Auch in den USA ist nach wie vor unklar, wann die Notenbank die Geldpolitik weiter straffen wird. Die Anleger hoffen nun auf Hinweise vom am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktbericht für September. Die am Nachmittag veröffentlichten Daten zur Arbeitslosenhilfe lieferten unterdessen eine positive Indikation. Die Zahl der Erstanträge ist in der vergangenen Woche überraschend gesunken. Die europäischen Börsen zeigten sich davon jedoch kaum mehr beeinflusst, am Nachmittag bewegten sich die Indizes in vergleichsweise engen Bahnen um ihre jeweiligen Schlussstände vom Vortag.

Bei den Einzelwerten setzten Bankaktien ihre Erholungsbewegung der vergangenen Tage weiter fort. Im Euro-Stoxx-50 gehörten Societe Generale (plus 2,19 Prozent), BNP Paribas (plus 2,00 Prozent) und ING (plus 1,30 Prozent) zu den größten Gewinnern. In der vergangenen Woche waren Finanztitel von den Sorgen um den Zustand der Deutschen Bank noch stark belastet worden.

In Frankfurt stiegen Osram-Aktien deutlich um 10,38 Prozent auf 59,95 Euro. Der chinesische Halbleiterkonzern San‘an Optoelectronics ist einem Magazinbericht zufolge am Münchner Leuchtenhersteller interessiert. Die Chinesen wollen noch bis Mitte des Monats ein „qualifiziertes Angebot“ für Osram vorlegen, wie die „Wirtschaftswoche“ am Donnerstag unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtete. Dieses könnte bei etwa 70 Euro je Aktie liegen.

Deutlich nach unten ging es nach einer Gewinnwarnung mit easyJet. Die Aktie der Airline verlor in London 6,93 Prozent und war damit mit klarem Abstand schwächster Wert im FTSE-100. Der Vorsteuergewinn dürfte im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende September) auf 490 bis 495 Millionen Pfund absacken, teilte die Airline am Donnerstag mit. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 686 Millionen erwirtschaftet.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.411,04 -5,83 -0,24 2.416,87 Frankfurt DAX 10.568,80 -16,98 -0,16 10.585,78 London FT-SE-100 6.999,96 -33,29 -0,47 7.033,25 Paris CAC-40 4.480,10 -9,85 -0,22 4.489,95 Zürich SPI 8.922,07 -24,92 -0,28 8.946,99 Mailand FTSEMIB 16.491,62 15,04 0,09 16.476,58 Madrid IBEX-35 8.757,40 -20,90 -0,24 8.778,30 Amsterdam AEX 454,82 -1,24 -0,27 456,06 Brüssel BEL-20 3.559,59 -2,66 -0,07 3.562,25 Stockholm SX Gesamt 1.458,38 5,88 0,41 1.452,50 Europa Euro-Stoxx-5 3.021,58 -4,70 -0,16 3.026,28

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Euro-Stoxx 326,33 -0,59 -0,18 326,92 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA489 2016-10-06/18:17