UNCTAD: Direktinvestitionen gehen 2016 um 10 bis 15 Prozent zurück

Wien/Genf (APA) - Die weltweiten Auslandsinvestitionen werden 2016 um 10 bis 15 Prozent zurückgehen, prognostiziert die UN-Konferenz für Han...

Wien/Genf (APA) - Die weltweiten Auslandsinvestitionen werden 2016 um 10 bis 15 Prozent zurückgehen, prognostiziert die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Sie führt den Rückgang auf den fragile Zustand der Weltwirtschaft, die anhaltend schwache Nachfrage, sowie Maßnahmen gegen Steuervermeidung und rückläufige Gewinne der großen multinationalen Konzerne zurück.

Die Direktinvestitionsströme sollten 2017 wieder anziehen und mittelfristig bis 2018 die Marke von 1,8 Billionen US-Dollar (1,61 Billionen Euro) überschreiten, heißt es im am Donnerstag in Genf präsentierten aktuellen „Global Investment Trends Monitor“ der UNCTAD. Die kurzfristigen Aussichten werden als „verhalten pessimistisch“ bezeichnet.

Die Aussichten für Auslandsinvestitionen bleiben mit wenigen Ausnahmen in den meisten Regionen gedämpft. Die Zuflüsse nach Afrika sollten demnach wieder steigen. Als Gründe dafür werden Liberalisierungsmaßnahmen und geplante Privatisierungen genannt. Kapitalflüsse nach Asien sollten 2016 dagegen um 15 Prozent auf das Niveau von 2014 zurückgehen. Auch die Investitionsströme nach Lateinamerika sollten sich verringern. Dagegen sollten die Zuflüsse in die Schwellenländer nach deutlichen Rückgängen in 2015 heuer wieder leicht anziehen. In den entwickelten Volkswirtschaften sollte die 2015 gesehene Erholung eher nicht weiter gehen.

Die Direktinvestitionen in die G-20-Länder sollte 2016 um 5 bis 10 Prozent auf 830 bis 880 Mrd. US-Dollar einbrechen, in die 21 Länder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) um 15 bis 20 Prozent auf 760 bis 810 Mrd. Dollar. Die BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) könnten eine Aufschwung um 10 Prozent auf 270 bis 290 Mrd. Dollar sehen.