Ein neues „Quartier“ soll den Lückenschluss bilden
Die Hoffnungen sind groß: 1500 Wohnungen und 600 Arbeitsplätze sollen zwischen Hötting-West und Kranebitten entstehen. Knackpunkte gibt es einige.
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck –Der Masterplan steht. Die Stadtführung weiß nun, wie der Lückenschluss zwischen der Technik und dem davon doch abgetrennten Stadtteil Kranebitten im Westen Innsbrucks geschafft werden kann. Hierbei handelt es sich um Freiflächen in Privatbesitz, die derzeit großteils als landwirtschaftliche Flächen genutzt werden. Darauf und auch am Hang hinauf nach Kranebitten bis zum Harterhofplateau will die Stadt in den kommenden Jahren bis zu 1500 Wohnungen und 600 Arbeitsplätze neu schaffen. Das ist der Ausfluss eines kooperativen Planungsprozesses mit dem Standortentwickler Prisma. Donnerstagabend wurden die Pläne der Bevölkerung präsentiert.
Kern der Planungen für dieses „Quartier“, wie es die Stadt nennt, ist ein rund 24 Meter breiter Boulevard mitten durch das neue Siedlungsgebiet. Dieser soll in erster Linie die nach Völs führende Regionalbahn aufnehmen. Selbige bekommt auf diesem Abschnitt zwei Haltestellen, die erste davon auf einem verkehrsarmen „Quartiersplatz“, ähnlich einem großem Dorfplatz. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) soll so gut wie möglich aus dem neuen Viertel rausgehalten werden. Dafür gibt es Tief- und Hochgaragen an den Rändern – auch als Lärmschutz. Im Zentrum soll das Wohnen stattfinden, jedoch an zentralen Stellen gemischt mit (lärmarmem) Gewerbe. Der Lohbach selbst soll unberührt und ein „grünes Rückgrat“ bleiben. Damit er aber auch zum Teil als Retentionsraum dienen kann, muss das gesamte bebaute Areal gut 1,5 Meter aufgeschüttet werden.
Noch sind viele Frage offen. Wie z. B. der viel kritisierte Kreisverkehr als Neuanbindung Kranebittens. Oder aber Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern. Zu klären ist die Frage möglicher größerer Retentionsflächen für den Hochwasserschutz. Und auch der Sportplatz-Standort ist noch umstritten.
Der Masterplan
Planungsgebiet: In einem ersten Schritt soll die freie Ebene südlich des Lohbachs in Hötting-West bis zur Bundesstraße sowie das Kranebitten vorgelagerte Harterhofplateau verbaut werden.
Potenzial: Auf einer Baufeldgröße von in Summe 83.000 m² sollen gut 128.700 m² Nutzfläche entstehen. Diese beinhalten am Talboden rund 1000, am Plateau um die 450 neue Wohnungen sowie 600 Arbeitsplätze (nur im Talboden). Die Geschoßflächendichte soll 2,5–3 auf der Ebene und 1,5–1,8 am Plateau betragen. Dort soll auch ein Fußballplatz entstehen.
Verkehr: 1700 Stellplätze in der Ebene sollen 500 am Plateau gegenüberstehen. Geplant sind Hoch- und Tiefgaragen. Der MIV soll großteils reduziert werden.
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