Formel 1: Sauber-Team so erfolglos wie nie
Suzuka (APA/sda) - Seit 19 Grand-Prix-Rennen wartet das Team Sauber auf einen Punktgewinn in der Formel-1-WM. Sehr wenig spricht dafür, dass...
Suzuka (APA/sda) - Seit 19 Grand-Prix-Rennen wartet das Team Sauber auf einen Punktgewinn in der Formel-1-WM. Sehr wenig spricht dafür, dass diese unrühmliche Serie beim Grand Prix von Japan am kommenden Sonntag in Suzuka ein Ende haben wird. Dem von der Österreicherin Monisha Kaltenborn als Teamchefin geführten Rennstall, der erst im Juli durch eine Übernahme gerettet worden war, droht nun ein Minus-Rekord.
2014 hatte Sauber erstmals in seiner Formel-1-Geschichte eine Saison ohne Punkt beendet. Zwei Jahre später muss man für die Zürcher befürchten, dass sich dieses Horrorszenario wiederholen wird. Das gesteigerte Leistungsvolumen der Autos mit der Typenbezeichnung C35 allein dürfte kaum ausreichen, um in einem der ausstehenden fünf Saisonrennen unter die ersten zehn zu fahren.
Um den letzten Platz in der Konstrukteurs-Wertung doch noch an Manor-Mercedes abtreten zu können, ist Sauber auf Missgeschicke der Kontrahenten angewiesen. Zwar ging Marcus Ericsson vergangenen Sonntag in Malaysia über die gesamte Distanz das Tempo der direkten Konkurrenz mit: Doch auch das alleine hilft nicht, um aus eigener Kraft zumindest einen WM-Punkt herauszufahren.
Nach 16 Rennen liest sich die Sauber-Bilanz noch schlechter als vor zwei Jahren zum gleichen Zeitpunkt. Damals war die Schweizer Equipe Zehnter der Team-Wertung gewesen - und damit immerhin um eine Position besser als derzeit. Zudem standen 2014 wenigstens zwei elfte Plätze zu Buche. In dieser Saison sind die seit 2015 dort fahrenden Piloten Ericsson und Felipe Nasr bisher noch nicht über Rang zwölf hinausgekommen.
Letztmals einen Top-10-Platz herausgefahren hat Sauber am 25. Oktober 2015 in der texanischen Hauptstadt Austin, als Nasr als Neunter abgewunken wurde. Zuletzt in Malaysia wurde mit dem 19. Grand Prix in Folge ohne Punktgewinn der Negativrekord in Saubers Formel-1-Geschichte egalisiert.
Helfen könnte Sauber am Sonntag in Suzuka das Wetter. Angesagt sind Regenfälle, womit nicht nur die Chancen für ein attraktives Rennen markant steigen, sondern auch jene für die eine oder andere Überraschung. Und einer solchen bedarf es wohl, will die Hinwiler Equipe erstmals seit knapp einem Jahr mit etwas Zählbarem die Heimreise antreten.
Trotzdem wird Ericsson wohl auch 2017 bei Sauber weiter im Kreis fahren. Das Team hat seine Fahrerpaarung zwar noch nicht bestätigt, in Suzuka erklärte der Schwede jedoch, dass sein Verbleib wahrscheinlich sei.
„Es sieht danach aus, dass ich bei Sauber bleiben werde“, sagte Ericsson am Rande des Grand Prix von Japan gegenüber dem Internet-Portal „autosport.com“. Das Team bewege sich nach der Überwindung existenzgefährdender Probleme in die richtige Richtung, ist Ericsson überzeugt. Der Fahrer hat Verbindungen zum neuen Besitzerin des Sauber-Rennstalls, der Longbow Finance SA.
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