Friedensnobelpreis 2016 - FARC-Rebellen reagieren verhalten
Havanna/Oslo (APA/dpa) - Die linke Guerillaorganisation FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) hat verhalten auf den Friedensnobelprei...
Havanna/Oslo (APA/dpa) - Die linke Guerillaorganisation FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) hat verhalten auf den Friedensnobelpreis für den kolumbianischen Präsident Juan Manuel Santos reagiert. „Den einzigen Preis, den wir anstreben, ist der Frieden mit sozialer Gerechtigkeit ohne Paramilitarismus, ohne Vergeltung und Lügen“, schrieb FARC-Kommandant Rodrigo „Timochenko“ Londono am Freitag auf Twitter.
Zuvor war bekannt geworden, dass Santos für seine Bemühungen um eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts in Kolumbien den Friedensnobelpreis bekommen soll. „Timochenko“, sein Verhandlungspartner in den Friedensgesprächen, ging leer aus. Ein Friedensnobelpreis für den Rebellenchef wäre wohl nur schwer zu vermitteln gewesen: „Timochenko“ wurde wegen Mordes, Entführung und Rebellion in Abwesenheit zu fast 200 Jahren Haft verurteilt.
Der Friedensvertrag zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla war am vergangenen Sonntag in einer Volksabstimmung abgelehnt worden. Die Gegner kritisierten vor allem die Strafnachlässe für die Rebellen und die künftige politische Beteiligung der FARC. Nun muss nachverhandelt werden. Ob sich die Guerilla auf eine Modifikation der Eckpunkte einlässt, ist allerdings fraglich.
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