Kolumbiens Regierung und FARC-Rebellen halten an Friedensprozess fest

Havanna (APA/dpa) - Trotz des Scheiterns des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation FAR...

Havanna (APA/dpa) - Trotz des Scheiterns des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation FARC halten die Konfliktparteien an dem Friedensprozess fest.

„Wir glauben, dass das Abkommen die notwendigen Reformen und Maßnahmen enthält, um den Grundstein für den Frieden und das Ende des bewaffneten Konflikts zu legen“, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung in Havanna. Die Kritikpunkte der Gegner des Vertrags sollen demnach in die neuen Verhandlungen einfließen.

Beide Seiten würden zunächst an dem Waffenstillstand festhalten, teilten die Unterhändler mit. Eine UN-Mission solle die Waffenruhe überwachen. Eigentlich sollten sich die FARC-Kämpfer nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags ihre Waffen niederlegen. Wegen der Ablehnung des Abkommens war der Prozess zuletzt allerdings ins Stocken gekommen.

Zuvor war bekannt geworden, dass der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos für seine Verhandlungen mit den FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) mit dem Friedensnobelpreis geehrt werden soll. Die Auszeichnung könnte dem Staatschef den nötigen Rückenwind geben, um das Abkommen doch noch durchzusetzen.