Terroralarm in Chemnitz - Sprengstoff kontrolliert gesprengt
Chemnitz (APA/dpa/AFP) - Der bei dem Anti-Terror-Einsatz in der deutsche Stadt Chemnitz entdeckte Sprengstoff ist entschärft und vernichtet ...
Chemnitz (APA/dpa/AFP) - Der bei dem Anti-Terror-Einsatz in der deutsche Stadt Chemnitz entdeckte Sprengstoff ist entschärft und vernichtet worden. Das hochexplosive Material wurde am Samstagabend nach Polizeiangaben in einer eigens ausgehobenen Erdgrube von Spezialisten gesprengt und verbrannt.
Eine heftige Druckwelle war noch in größerer Entfernung zu spüren. „Es gab keine Verletzten und keine Schäden“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen. Das Material, laut den Ermittlern ein gefährlicheres Gemisch als TNT, war aus einer verdächtigen Wohnung geborgen worden. Der Mieter der Wohnung, ein unter Terrorverdacht stehender Syrer, ist auf der Flucht. Die deutschlandweite Fahndung nach ihm dauerte am Samstagabend weiter an.
Die seit dem Morgen geltende Sperrung in der Plattenbausiedlung sollte bis zu einer abschließenden Kontrolle noch aufrechterhalten werden. Die meisten der rund 100 Bewohner, die tagsüber in Sicherheit gebracht worden waren, könnten in der Nacht in ihre Wohnungen zurück, sagte der LKA-Sprecher. Nur das Haus mit der verdächtigen Wohnung bleibe weiter gesperrt.
Es habe sich um „hochbrisanten Sprengstoff“ gehandelt, von dem eine „vergleichsweise geringe Menge extremen Schaden anrichten kann“, sagte der LKA-Sprecher. Es habe eine erhebliche Detonation bei der Sprengung gegeben. „Wir konnten eine erhebliche Gefährdung für die Bevölkerung reduzieren.“
Konkrete Hinweise über mögliche Anschlagsziele liegen den offiziellen Informationen nicht vor. Sicherheitskreise halten einen islamistischen Hintergrund für möglich.
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