Angelsachsen, Normannen und die englische Sprache
London (APA) - Die in Zuge der Völkerwanderung nach England gekommenen germanischen Stämme der Angeln (die Namensgeber von Land und Sprache)...
London (APA) - Die in Zuge der Völkerwanderung nach England gekommenen germanischen Stämme der Angeln (die Namensgeber von Land und Sprache), Sachsen und Jüten verschmolzen in den Jahrhunderten darauf zu den „Angelsachsen“. Ihre Sprache, das Angelsächsisch, kennt man als „Old English“ (Altenglisch), Bekanntestes literarisches Werk dieser Sprache ist das Epos „Beowulf“.
Das von den Normannen nach England mitgebrachte Französisch blieb zunächst Sprache der Oberschicht, also Adel, Beamte und Richter. Allmählich wurde die normannische Minderheit von der angelsächsischen Mehrheit „aufgesogen“ , heute würde man „integriert“ bzw. „assimiliert“ sagen. Dasselbe geschah in den folgenden drei Jahrhunderten mit dem Old English, in das aus dem Latein über das Französische herrührende Begriffe Eingang fanden.
Das Ergebnis war „Middle English“, die Mittelenglische Sprache. 1362 eröffnete König Eduard III. erstmals das Parlament in dieser Sprache, die nunmehr auch in Schulen gelehrt und im Rechtswesen gebraucht wurde. Am Besten erkennt man dieses Middle English in den Werken des größten englischen Dichters des 14. Jhdts. , Geoffrey Chaucer, darunter in seinem Hauptwerk, den „Canterbury Tales“.
Das Middle English kannte einige Dialekte, aus dem in den East Midlands (London und Umgebung) gesprochenen Dialekt (Geoffrey Chaucer war gebürtiger Londoner) ging die Neuenglische Sprache, unser heutiges Englisch hervor, das inzwischen zu einer Lingua Franca der Welt geworden ist.
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