Konflikte

Zwei Menschen bei Angriff in Jerusalem durch Schüsse getötet

Seit einem Jahr erschüttert eine Gewaltwelle den Nahen Osten, bei der bisher mehr als 230 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet wurden.
© AFP

Der palästinensischer Angreifer wurde von der israelischen Polizei getötet. Derzeit befürchten die Behörden, dass die Gewalt mit den kommenden jüdischen Festen weiter zunimmt.

Jerusalem – In Jerusalem sind bei dem Angriff eines Palästinensers auf Passanten und die Polizei zwei Menschen durch Schüsse getötet. Ein Palästinenser hatte bei einer Straßenbahnstation aus seinem Auto auf Passanten geschossen und dabei acht Menschen verletzt. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd wurde er von der Polizei getötet.

Nach Angaben der Polizei war der Mann am Sonntag im Auto nahe dem Polizeihauptquartier in Ostjerusalem unterwegs und eröffnete das Feuer auf Passanten an einer Tramhaltestelle.

Zunächst hatte es geheißen, ein Polizist und eine Passantin seien lebensgefährlich verletzt worden. Laut einem Bericht der Tageszeitung Haaretz erlagen der 30-jährige Beamte und die 60-jährige Frau ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Zwei weitere Verletzte seien ins Spital gebracht worden, hieß es.

Bei dem Angreifer handelte es sich den Angaben zufolge um einen 39-jährigen Palästinenser aus Silvan im besetzten Ostteil von Jerusalem. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu lobte die Arbeit der Polizisten, die rasch und „entschlossen“ gehandelt hätten.

Seit einem Jahr erschüttert eine Gewaltwelle den Nahen Osten, bei der bisher mehr als 230 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrheit der Getöteten handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche palästinensische Angreifer.

Derzeit befürchten die Behörden, dass die Gewalt mit den kommenden jüdischen Festen weiter zunimmt. Am Dienstag feiern die Juden Yom Kippur und auch das Neujahrsfest Rosh Hashana steht an. Im vergangenen Jahr war die Lage während dieser Tage äußerst angespannt. (APA, AFP)