Anschlag in der Südosttürkei: Zahl der Toten auf neun erhöht

Istanbul (APA/dpa) - Bei einem Autobomben-Anschlag in der südosttürkischen Provinz Hakkari sind nach aktuellen Angaben neun Soldaten getötet...

Istanbul (APA/dpa) - Bei einem Autobomben-Anschlag in der südosttürkischen Provinz Hakkari sind nach aktuellen Angaben neun Soldaten getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Sonntag unter Berufung auf die türkischen Streitkräfte.

Die Armee lastet den Anschlag der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an, die sich zunächst nicht dazu bekannte. Die Bombe sei im Bezirk Semdinli vor einem Kontrollposten der Gendarmerie gezündet worden.

Die türkische Armee geht seit Sommer vergangenen Jahres in einer Offensive gegen die PKK im Südosten der Türkei vor. Eine mehr als zwei Jahre anhaltende Waffenruhe war zuvor gescheitert. Die PKK oder deren Splittergruppe TAK verüben immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte in der Türkei.

Eine Rückkehr zu Friedensgesprächen mit der PKK schließt die türkische Regierung aus. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus teilte am Sonntag via Twitter mit: „Die Türkei wird niemals vor Terrororganisationen kapitulieren.“ Die Verantwortlichen für diesen „abscheulichen“ Anschlag würden zur Rechenschaft gezogen werden.